Die Vorteile von Hanf (cannabis sativa)

Hanfblatt

Keine andere Pflanze ist so universell nutzbar wie Hanf. Aus Hanf kann Kleidung, Nahrung, Öle und Energie, Papier und Baustoffe sowie zahlreiche Heilmittel hergestellt werden. Hanf kommt im Anbau und in der Verarbeitung ohne Chemie aus. Er ist sehr reißfest und gilt allgemein als die stabilste Pflanzenfaser.

Für den Wachstums-Prozess einer Hanfpflanze werden keine Pflanzenschutzmittel benötigt. Ein Feld Hanf erbringt dennoch dreimal soviel Fasern wie ein Baumwollfeld in gleicher Größe, ja sogar viermal soviel Papier wie ein gleich großer Wald.

In unseren Breitengraden ist Hanf ohne Probleme anzubauen und seit Jahrtausenden heimisch. Die Hanfpflanze wächst in ca. 100 Tagen bis zu vier Meter hoch, ist dabei ideal für die Fruchtfolge und verlangt keine monokulturelle Pflanzung. Weder beim Anbau noch bei der Ernte und Verarbeitung werden schädliche Chemikalien eingesetzt. Hanf ist feuchtigkeitsbeständig, hat eine geruchsneutralisierende Wirkung und ist resistent gegen Körperschweiß.

Im Vergleich zu Baumwolle nimmt Hanf dreimal so viel Feuchtigkeit und trocknet auch dreimal so schnell wie Baumwolle.

Ein weiterer Vorteil von Hanffasern ist ihre schmutzabweisende Wirkung, was einen geringeren Energieverbrauch beim Waschen darstellt.

Hanf liefert neben Fasern für Textilien, Baustoffe und Papier ein wertvolles Öl. Die Hanfsamen, aus denen es gepresst wird, waren in vielen Weltregionen Grundnahrungsmittel für Mensch und Tier und enthalten über 20% Proteine und essentielle Fettsäuren. Der Gehalt der therapeutisch wertvollen Gamma-Linolen-Säure (gegen Neurodermitis und Hautkrankheiten) macht Hanföl einzigartig unter den Speiseölen.

Auch ist Hanf eines der ältesten Heilmittel der Medizin. Bei Krämpfen und Spannungen aller Art, Migräne, Übelkeit und zahlreichen schweren Leiden verschafft der Hanfwirkstoff THC eine einzigartige Linderung, natürlich ohne schädliche Nebenwirkungen.

Cannabis ist eine der ungiftigsten Substanzen überhaupt. Hanf war über Jahrtausende weltweit einer der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit und lieferte die vielfältigsten und auch preiswertesten Produkte. So gibt es auch keine Pflanze, die das Sonnenlicht schneller und universeller umsetzt. Somit ist Hanf der ideale Rohstoff für die Kreislaufwirtschaft unserer Neuzeit.

Textilien aus Hanf – absolut ideal

Die Behauptung, dass Hanf für die Hautpflege ein Marketing-Gag ist, wurde vom Markt selbst widerlegt, denn einer der führenden internationalen Kosmetik-Konzerne “The Body Shop” ist mit einer Serie aus Hanf weltweit erfolgreich.
Auch im Textilbereich ist ein solcher Erfolg nicht auszuschließen, da sich Hanf schon früher bewährt hat, als Levi Strauss seine erste Jeans Mitte des 19. Jahrhunderts aus 100% Hanf fertigte. Kein anderer Stoff hielt den Torturen stand, denen die Jeans eines Goldwäschers ausgesetzt war. Heutzutage ist die einstmalige Arbeitshose als Modeobjekt keinen großen Belastungen mehr ausgesetzt und wird nun aus billigeren, aber ebenso haltbaren Kunstfasern aus Polyester hergestellt. Diese bringen aber einen entscheidenden Nachteil mit sich: Beim Ausziehen lassen sie unsere Haare zu Berge stehen, da sie mit dem Spannungsklima der Haut in keinster Weise kompatibel sind. Hanf dagegen ist nicht nur haltbar, sondern auch noch äußerst hautfreundlich. Von der heutigen Forschung wird auch bestätigt, dass Menschen, die an Rheuma, Gliederbeschwerden oder empfindlicher Haut leiden, Kleidung aus Hanf tragen sollten, da die mikroelektrische Spannung von Hanf genau dem Spannungsklima der Haut entspricht. Hanf ist sozusagen wie eine zweite Haut, da seine Fasern eine hervorragende Feuchtigkeits-Regulierung aufweisen, ohne selbst chemisch zu reagieren oder auf der Haut zu kleben.

Neben diesen hautfreundlichen Eigenschaften haben Textilien aus Hanf noch einen weiteren Vorteil. Im Gegensatz zu normalen Materialien ist Hanf sowohl beim Anbau, als auch bei der Weiterverarbeitung weder auf landwirtschaftliche Spritzmittel, noch auf eine Unzahl von Textilgiften angewiesen.

Bei der Stoffveredelung und dem Färben werden außerhalb der Öko-Produktion diverse Giftstoffe verwendet, die beim Verbraucher Allergien auslösen können. Für die Umwelt stellt der Einsatz von Giften bei der Fasergewinnung ein enormes Problem dar. Vor allem beim konventionellen Anbau von Baumwolle, der am meisten genutzen Textilfaser, werden rießige Mengen an Pestiziden eingesetzt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation kommt es unter Arbeitern auf Baumwoll-Plantagen jährlich zu rund 1,5 Millionen Vergiftungsfällen, von denen ca. 28.000 tödlich enden. Für die eigentlich billigen Baumwollartikel wird in den Geschäften ein kleines Vermögen ausgegeben. Würde man die Schäden durch Pestizide und die entstehenden Allergien bei den Benutzern von Baumwoll-Textilien hinzu rechnen, dann wären sie vermutlich unerschwinglich.

Hanf dagegen ist eine Naturfaser, die keinerlei Gifte benötigt. Aus diesem Grund sollte der Anbau von Hanf weiterhin gefördert werden.

Hanf – das ideale Material für Steppwaren und Matratzen
  • Schadstoff-geprüfter, chemisch unbehandelter Hanf ist bezogen auf Festigkeit und Haltbarkeit der Baumwolle oder Schafschurwolle überlegen.

  • Die Wärmehaltung bzw. Wärmespeicherung entspricht nahezu den Eigenschaften der Schafschurwolle, da es sich bei Hanf um eine Hohlfaser mit einem hohen Lufteinschluss handelt. Somit ist auch ein hohes Maß an Atmungsaktivität gegeben.
  • Bei Erhitzung entflammt Hanf nicht, selbst bei über 1000°C verkohlt er nur.
  • Hanf kann durch seine Hohlfaser viel Körperflüssigkeit aufnehmen und nach außen abgeben, ohne selbst negativ zu reagieren, d.h. schlecht zu riechen. Die Trockengeschwindigkeit (12,6 mg/min) liegt weit über der Feuchtigkeitsabsorbtion
    (7,43 mg/min).
  • Hanf ist antistatisch und dadurch staubabweisend. Des Weiteren schützt Hanf gegen Strahlung (Ultraviolett und Infrarot).
  • Hanf besitzt eine keimtötende Wirkung z.B. gegenüber Bakterien und Pilzen. Hanf ist somit auch für Allergiker geeignet, da auch die Steppwaren im Schonwaschgang bei 60° waschbar sind.

Der Anbau von Hanf ist gut für die Umwelt
  • Hanf erschöpft nicht den Boden und benötigt keine Düngemittel, er reinigt den Boden und die Luft.
  • Hanf ist resistent gegenüber Pilzen und Bakterien, so dass keine Insektizide beim Anbau benötigt werden.
  • Der von allnatura verwendete Hanf wird in Bayern angebaut. Somit wird durch den kurzen Weg zur Produktionsstätte unnötiger Transport-Tourrismus vermieden.

Regelmäßige Schadstoff-Prüfungen von Rohstoffen

  • Für allnatura ist es ein besonderes Anliegen, dass alle Produkte, die wir anbieten, ökologisch konsequent und nach schärfsten Richtlinien schadstoff-geprüft sind.
  • Aus diesem Grund achten wir darauf, dass alle Rohstoffe unserer Vorlieferanten und Partner-Manufakturen in regelmäßigen Abständen von einer unabhängigen Prüfstelle auf mögliche Schadstoffe untersucht werden.
  • Um zusätzlich die einwandfreie Qualität der von allnatura angebotenen Produkte zu gewährleisten, führen wir zusätzlich in eigenem Namen regelmäßige Schadstoff-Prüfungen der verwendeten Rohstoffe durch. Die Prüfung der Steppwaren und Matratzen geschieht hierbei unter Berücksichtigung der Richtlinien des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN) und des Qualitätsverbandes für umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL).
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