TECNARO nominiert für europäischen Erfinderpreis

•Jury wählt “flüssiges Holz“ aus weltweit über 1.000 Vorschlägen aus
•Flüssiges Holz mit der Bezeichnung ARBOFORM ersetzt Erdöl-Kunststoffe

Ilsfeld-Auenstein, 25. März 2010. Die TECNARO GmbH mit Sitz in Ilsfeld-Auenstein bei Heil-bronn erwartet für das Geschäftsjahr 2010 nicht nur weiter steigende Umsätze, sondern freut sich auch über die Nominierung zu einem der renommiertesten internationalen Preise, dem europäischen Erfinderpreis. Die beiden Geschäftsführer der TECNARO, Jürgen Pfitzer und Helmut Nägele, wurden durch internationale Patentprüfer vorgeschlagen und unter weltweit über 1.000 Erfindern und Patentanmeldern für den europäischen Erfinderpreis 2010 nominiert, der jährlich von der EU-Kommission und dem Europäischen Patentamt vergeben wird.

Die Nominierung ist quasi das Finale des europäischen Erfinderpreises, zu dem nur noch zwölf Kandidaten antreten, jeweils drei in den Preis-Kategorien Lebenswerk, Industrie, KMU/Forschung und außereuropäische Staaten. Die Entscheidung über die Preisträger fällt dieses Jahr am 28. April im Eurostars Tower in Madrid und wird von Alison Brimelow, Präsiden-tin des Europäischen Patentamtes, im Beisein von Mitgliedern der spanischen Königsfamilie bekannt gegeben.
Die international besetzte Jury nominierte Jürgen Pfitzer und Helmut Nägele in der Kategorie KMU/Forschung (KMU: Kleine und Mittlere Unternehmen) für die Erfindung des umweltfreundli-chen Werkstoffes ARBOFORM, der in vielen industriellen Anwendungen die Kunststoffe auf Erdölbasis ersetzt und darüber hinaus biologisch abbaubar ist.
Zu den früheren Preisträgern zählen Persönlichkeiten wie Adolf Goetzberger (2009), Vater der Solartechnik, Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg (2006), AIDS-Forscher Eric De Clerq (2008) und Federico Faggin (2006), der Erfinder des Mikroprozessors.

Naturwerkstoff ersetzt Erdöl-Produkt
TECNARO – der Firmenname setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von TEChnologie NAch-wachsender ROhstoffe zusammen – wurde vor zwölf Jahren von dem Karlsruher Helmut Nägele und dem Ellwanger Jürgen Pfitzer gegründet, nachdem sie am Fraunhofer-Institut den völlig neuartigen Werkstoff ARBOFORM entwickelt hatten. Dieser biopolymere Werkstoff besitzt Ver-arbeitungseigenschaften wie Kunststoff. ARBOFORM basiert jedoch auf Lignin, dem biologi-schen Grundbaustein von Holz, verschiedenen Naturfasern wie Hanf und Flachs sowie natürli-chen Additiven. Der Holzbestandteil Lignin ist neben der Zellulose der häufigste organische Stoff der Erde. Jährlich werden durch die Photosynthese etwa 20 Milliarden Tonnen Lignin neu gebildet. Lignin ist daher eine nahezu unendlich verfügbare Rohstoffquelle und konkurriert auch nicht mit Lebensmitteln. Allein 60 Millionen Tonnen Lignin fallen jährlich in der Zellstoffindustrie, vor allem bei der Papierherstellung, als Beiprodukt an. Selbst aus Rinde, Sägemehl oder Ge-treidestroh kann Lignin extrahiert werden. Das Gemisch aus nachwachsenden Rohstoffen wird durch spezielle Verfahren in Granulatform gebracht und kann anschließend mit gängigen Kunststoffverarbeitungsmaschinen zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet werden.

Quelle: firmenpresse.de

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