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Tag: weed

Was können wir von den jüngsten Schlagzeilen über Cannabis-Psychosen lernen?

Ungerollter Joint

Ungerollter Joint

Eine neulich am Londoner King’s College durchgeführte Studie führt über ein Viertel der neu diagnostizierten Psychosen auf moderne, hoch potente Cannabisvarianten zurück. Skunk, der am häufigsten verwendete Name für dieses Superweed, ist schon seit einer ganzen Weile im Umlauf, wird aber erst jetzt in so drastischer Weise mit Psychosen in Verbindung gebracht. Zu den häufigsten Symptomen einer Psychose gehört ein geschwächtes Wahrnehmungs- und Interpretationsvermögen des Patienten für seine Umgebung. Was ist also dran an diesen neuen Erkenntnissen? Schlafwandeln wir wirklich in eine psychotische Zukunft?

Seit Jahrtausenden wird Weed aus medizinischen und religiösen Gründen auf der ganzen Welt geraucht. Vergleichsweise kurz ist also die Zeitspanne, in der Weed in unserer Gesellschaft seinen schlechten Ruf bekommen hat. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert war Cannabis in Europa Auslöser für Streit, Kriminalisierung und Krieg. Nun leben wir aber in einer Zeit, in der sich manches an dieser Einstellung zu ändern scheint. In Uruguay, Colorado und Portugal wurde der Konsum von Cannabis entweder de-kriminalisiert oder sogar der Verkauf vollkommen legalisiert. Ist dies in Anbetracht der neusten Erkenntnisse aus London eine gute Idee, oder eine potentiell verheerende Entscheidung?

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Drogenmissbrauch: Sind die USA für die Rauschgiftkriminalität verantwortlich?

Christlichen Amerikanern ist es gelungen, die ganze Welt für ihren Kreuzzug gegen Rauschmittel einzuspannen. Ergebnis: 30.000 Tote allein in Mexiko – aber nicht durch Drogen, sondern durch deren vermeintliche Bekämpfung.

Von Robert Buchacher

Seine Heimatstadt Ciudad Juárez habe sich „in ein Schlachthaus verwandelt“, schreibt der mexikanische Journalist Arturo Chacon in einem Bericht, der im vergangenen Oktober von mehreren ausländischen Zeitungen, darunter vom Berliner „Tagesspiegel“, übernommen wurde. „Die Mörder arbeiten rund um die Uhr, am helllichten Tag und mitten in der Nacht, auf Straßen, Plätzen und hinter verschlossenen Türen. Jede Woche exekutieren sie etwa 70 Menschen: Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder. Die meisten werden erschossen, einige mit Klebeband auf Nase und Mund erstickt. Transparente kündigen an, wer als Nächstes dran ist.“

In der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze ist die öffentliche Ordnung zusammengebrochen. Jeder, der sich dem Drogenkartell in den Weg stellt oder sich weigert, dessen Interessen zu wahren, ob Polizisten, Staatsanwälte, Behördenvertreter oder Journalisten, ist des Todes. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Stadt am Rio Grande mehr als 2000 Menschen von Mafiakillern umgebracht, teils auch in Kämpfen rivalisierender Banden, die einander eine der lukrativsten Drogen-Schmuggelrouten in die USA streitig ­machen. Mit 130 Morden pro 100.000 Einwohner und Jahr gilt Ciudad Juárez derzeit als gefährlichste Stadt der Welt. Aus Sicherheitsgründen wohnt der Bürgermeister in der texanischen Nachbarstadt El Paso auf der anderen Seite der Grenze. Continue reading

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Medizinisches Cannabis vor Gericht

Kaum Chancen auf einen Durchbruch

Hanf für medizinische Zwecke einzusetzen, ist zwar erlaubt, der Anbau aber nicht. Am Dienstag befasst sich ein Gericht damit, was kranken Menschen gut tun darf.
VON HEIKE HAARHOFF

 

Es kann passieren, dass Michael Fischer urplötzlich das Wasserglas entgleitet. Dann muss er sehen, wie er die Scherben vom Küchenboden aufgesammelt bekommt. Das sind die besseren Tage. An schlechteren stürzt er auf dem Weg zur Toilette in seiner kleinen Mannheimer Wohnung. Oder ihm wird im Sessel schwindelig. Lesen kann der 47 Jahre alte Mann schon lange nicht mehr, sprechen nur mit Mühe, die Wohnung verlässt er stets in Begleitung.

Schuld ist seine Muskelkoordination, die seit Jahren schwer beeinträchtigt ist, verbunden mit Gleichgewichtsstörungen und der Unfähigkeit, Bewegungen zielgerichtet auszuführen. Hinzu kommen Spasmen, Lähmungserscheinungen, Schmerzen. Einen klangvollen Namen hält die medizinische Fachsprache bereit für die Symptome, die Michael Fischers eigentliche Krankheit, die Multiple Sklerose, seit 25 Jahren begleiten: Ataxie. Continue reading

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