Sondermüll beim Bauen und Sanieren

Wie bereits im Bauletter vom 1.2.2010 angesprochen, haben die Medien auch 2009 wieder zentrale Themen “vergessen” oder diese in ihrer Berichterstattung vernachlässigt. Wie schon in den Jahren zuvor hat die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) neuerlich eine Liste mit den zehn wichtigsten Themen erstellt, die ihrer Meinung nach kaum oder zu wenig Beachtung gefunden haben. Auf Platz eins liegt 2009 “Notstand im Krankenhaus: Pflegebedürftige allein gelassen”, auf Platz 10 findet sich …

Sondermüll beim Bauen und Sanieren

Auch nach dem Verbot von Baustoffen wie dem krebserregenden Asbest werden in Deutschland noch Materialien verwendet, die für Mensch und Umwelt problematisch sind. Dazu gehören auch Chemikalien in Wand- und Bodenbeschichtungen, die Allergien auslösen können. Dabei gibt es für so gut wie alle Materialien eine ökologische Alternative, künstliche Dämmstoffe wie beispielsweise Polystyrol ließen sich durch Naturstoffe wie Flachs, Hanf oder Wolle ersetzen. Dass die breit thematisierte Wärmedämmung mit der Entsorgung dieser Materialien belastet ist, werde laut INA allenfalls in Fachmedien und Sonderbeilagen aufgegriffen. Die INA führt dazu aus:

Sachverhalt & Richtigkeit

Neubau und Sanierung verursachen jährlich große Mengen an nicht recyclebarem Abfall. Gleichzeitig werden für die Herstellung von Dämmstoffen aus Kunststoff, wie dem häufig verwendeten Polysterol, fossile Ressourcen wie Erdöl gebraucht. So sagte auch Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) bei der Eröffnung der Baumesse Deubau im Januar 2010, dass 50 Prozent aller der Natur entnommenen Rohstoffe durch das Bauen verbraucht würden. Mehr als 60 Prozent aller Abfallmassen kämen aus dem Gebäudesekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schule Steißlingen – ein Beispiel aus der Referenzgebäude-Liste; Foto aus dem BeitragReferenzbauten aus Holz, Flachs, Stroh und Co. im Webvom 16.5.2008.

Auch heutzutage sind noch viele Stoffe im Einsatz, darunter etwa Holzschutzmittel oder Lösemittel in Farben, welche Allergien und gesundheitliche Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen können. Dies zeigen unter anderen Publikationen des Umweltbundesamtes und des Kompetenzzentrums Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen (KNR).

Dabei gibt es für so gut wie alle Materialien eine ökologische Alternative. So lassen sich künstliche Dämmstoffe beispielsweise durch Naturstoffe wie Flachs, Hanf oder Schafwolle ersetzen. Nachwachsende Rohstoffe können, wenn sie sortenrein verbaut werden, entweder wieder verwendet oder problemlos kompostiert werden. Sie werden allerdings deutlich weniger verwendet, denn ihre Vorteile und Anwendungsverfahren sind öffentlich kaum bekannt.

Relevanz

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