Autor: Georg Wurth, Denis Magnani

Hanfverband

Der Deutsche Hanf Verband (DHV) schlägt Alarm: In einigen Regionen gibt es kaum noch sauberes Marihuana. Millionen Deutsche rauchen Kunststoff, Zucker und Schlimmeres.
Schon seit 2006 sind Streckmittel in Marihuana auf dem Vormarsch. Was bei pulverförmigen illegalen Drogen Gang und Gäbe ist, war ein Schock für Cannabiskonsumenten: Plötzlich rieselten Sand, Talkum, Steinmehl oder feine Glassplitter aus ihrem Rauchkraut.
Der DHV forderte Anfang 2007 die damalige Drogenbeauftragte Bätzing auf, Verbreitung und gesundheitliche Auswirkungen der Streckmittel zu analysieren, eine Teststelle einzurichten und den Eigenanbau von Hanf zur Selbstversorgung zu legalisieren, wie es Tschechien mittlerweile getan hat. Zurzeit können sich viele Cannabiskonsumenten nur durch eigene Hanfpflanzen vor den Gefahren der Streckmittel schützen, sofern sie nicht ganz auf den Konsum verzichten wollen.
Im Juni 2007 machte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen deutlich, dass Cannabis sowieso gefährlich sei. Warnungen vor Verunreinigungen, wie sie z.B. das englische Gesundheitsministerium herausgegeben hat, seien deshalb als schädliche Konsumentenberatung zu betrachten und würden den normalen Cannabiskonsum verharmlosen.
Ende 2007 kam es dann im Raum Leipzig zur größten Massenbleivergiftung nach dem zweiten Weltkrieg, weil skrupellose Dealer größere Mengen Marihuana mit Blei gestreckt hatten, um ihren Gewinn zu erhöhen.
Abgesehen von einem Hinweis seit September 2007 auf der Homepage der Bundesdrogenbeauftragten hat die Politik bis heute kaum auf dieses Problem reagiert.

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