Cannabis hilft Patienten mit Multipler Sklerose

Joint: Inhaltsstoffe mit medizinischer Wirkung

DPA

Joint: Inhaltsstoffe mit medizinischer Wirkung

Cannabis ist noch immer als schädliche Droge verschrien. Doch Extrakte aus der Hanf-Pflanze können auch heilsam wirken: Bei Patienten mit Multipler Sklerose etwa kann Cannabis Spastiken lindern, wie eine Auswertung bisheriger Studien jetzt ergab.

London – Lange Zeit war Cannabis als Medizin tabu. Erst nach und nach führte die Wissenschaft das Rauschmittel aus seinem Schattendasein als schädliche Droge heraus. Im Laufe der Jahre hat die Zahl der Studien zugenommen, die Cannabis eine positive Wirkung bei der Heilung von Krankheiten zusprechen.

Cannabis bekämpft zum Beispiel die Übelkeit bei Krebspatienten und Appetitlosigkeit bei Aidskranken. Die Droge kann auch Patienten mit chronischen Schmerzen helfen. Erst vor kurzem lockerten die USA entsprechende Gesetze und erkannten Cannabis offiziell als Medizin an.

Einigen Forschern aber hält die Droge offenbar nicht schnell genug Einzug in die Medizin. Wissenschaftler um Skaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben sich der Wirkung von Cannabis in Bezug auf die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) erneut angenommen und bestätigen: Ein Cannabis-Extrakt kann bei MS-Patienten Spastiken lindern und so ihre Bewegungsfähigkeit verbessern.

Muskelentspannende Effekte

“Das therapeutische Potential von Cannabinoiden bei der Behandlung von MS ist umfangreich und sollte große Aufmerksamkeit finden”, sagt Lakhan über die Ergebnisse. Er fordert, die positiven Effekte von Cannabis und seinen Inhaltsstoffen weiter zu untersuchen – auch wenn es in der Behandlung zum Teil erhebliche Nebenwirkungen wie beispielsweise Rauschzustände gebe.

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