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Schlagwort: ganja

Die Unbeugsamen

Text: philipp-mattheis

Drogen spielen im Leben von Sven T. und Armin Aumüller eine große Rolle. Der eine handelt damit, der andere bekämpft sie. Im Warteraum sitzen Frauen, Kinder, alte Männer, die meisten von ihnen sprechen kein Deutsch. An der hängen Vorschriften, die Strafe bei Zuwiderhandlung ist in DM angegeben. Ein Kind weint, eine alte Frau blickt mit müden Augen ins Leere. Eine schwere Tür öffnet sich, ein Name fällt, ein Besucher verschwindet. Dann noch einer, und noch einer. Ein Beamter bringt sie in einen hellen Raum mit Holztischen, wo der Gefangene auf sie wartet.
Sven ist ein großer, kräftiger junger Mann Ende 20, der seinem Gegenüber immer etwas länger als nötig in die Augen sieht. Die Zahlen, um die sich sein Leben dreht: 1,5 Kilo, Paragraph 30a BtmG, drei Jahre ohne Bewährung. Zweimal im Monat darf er für zwei Stunden Besuch empfangen, wenn der sich vorher angekündigt hat.

Armin Aumüller sitzt in seinem Büro in der Münchner Karlstraße. Vor ihm steht eine Tasse, darauf ein Cannabis-Blatt auf weiß-blauem Hintergrund mit der Aufschrift: „Semper parati – pro iustitia – Rauschgiftfahndung München“ – immer bereit für die Gerechtigkeit. Ein Stockwerk tiefer befinden sich zwei Zellen mit nichts als einer Kloschüssel und einer groben Wolldecke, die auf dem Boden liegt. Aumüller ist Leiter des Münchner Drogendezernats. Die Zahlen, um die sich sein Beruf dreht:
„Im Bereich Cannabis registrieren wir die höchste Auffälligkeiten: Knapp drei Viertel unserer Tätigkeiten drehen sich um diese Droge. Der Rest verteilt sich auf alle anderen Drogen wie Heroin, Kokain, Amphetamine. Etwa zehn Prozent davon sind Handelsdelikte. Unter den insgesamt 5 500 Tatverdächtigen sind 1 000 Jugendliche.“ Weiterlesen

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Der große Rauschangriff

Kalifornien, seit dem Goldrausch vor gut 150 Jahren mehr Zustand als Land, dient Bewohnern weniger verwöhnter Landstriche als Projektionsfläche für unerfüllte Begehrlichkeiten: Sonne, Blumenkinder, leichtfertig zur Schau gestellte sekundäre Geschlechtsmerkmale und ein Gouverneur, der im Ausland besser als “Terminator” bekannt ist.

Leider hat ebendieser Sonnenstaat aktuell mit einer Haushaltslücke von sagenhaften 20 Milliarden Dollar zu kämpfen. Um das Finanzloch zu stopfen, kommt so mancher auch auf Ideen, die er bislang wohl nicht öffentlich geäußert hätte. In Kalifornien wird derzeit darüber diskutiert, die im Sonnenstaat zahlreich vorhandenen Kiffer zur Kasse zu bitten. Richard Lee von der Oaksterdam University in Oakland, an der alles über die Kultivierung und den Nutzen von Cannabis gelehrt wird, unterstützt eine Wählerinitiative, die Marihuana legalisieren will. Laut einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr würden 56 Prozent der Kalifornier einer solchen Idee zustimmen. Selbst dem Wirtschaftsmagazin Economist war dies einen Bericht wert. Weiterlesen

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