Schwabmünchen (wifu) – Seine Lieder sind bissig und bayerisch, mit seinen Texten kritisiert er die Gesellschaft: Hans Söllner. Der dichtende, singende, Mundharmonika und Gitarre spielende Anarche der deutschen Musikszene war nun zu Gast in der ausverkauften Schwabmünchner Stadthalle und sorgte bei seinen Fans für (Abbruch-)Stimmung.

Das Konzert in der Stadthalle – „wenn es überhaupt eins geben wird“, wie er selbst anfangs zweifelte – begann Söllner mit einem 70-minütigen Monolog. Die Bildzeitung in der Hand, das Palästinatuch auf dem Kopf, sinniert er über eine Welt die, immer leerer an Menschlichkeit und Sinn, von Phrasen hohl gespült wird. „Wo sind die Werte hin, warum machen wir alles mit?“, fragte er das Publikum.

Er polemisierte über das Dasein des kleinen Mannes und den Missbrauch von Amtsgewalt, auch und vor allem in Bezug auf seine eigene Person. Er rief zum Ungehorsam und Misstrauen gegenüber dem Machtwahn auf – und appelliert an den Mut und den Humor der Menschen. Musikalisch bediente sich Söllner traditioneller Stilformen, begleitet wurde er von Manfred Puchner (Gitarre) und Stefan Hofer (Schlagzeug).

In einer Liga mit Bob Marley und Bob Dylan

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