Vorwurf: Drogenpäckchen als Lohn für Informationen verteilt
 
Bremen. Ab Dienstag stehen zwei Polizeibeamte vor dem Landgericht, denen die Staatsanwaltschaft Strafvereitelung im Amt vorwirft. Sie werden unter anderem verdächtigt, kleine Mengen von beschlagnahmten Betäubungsmitteln abgezweigt und als Gegenleistung an Informanten aus der Szene weitergegeben zu haben. Im Zuge der Ermittlungen wurde die Innenrevision, die Kontrollinstanz der Polizei, an die Innenbehörde angegliedert, um größere Objektivität zu ermöglichen.

Der Prozess steht unter genauer Beobachtung: Die Vorfälle hatten vor zwei Jahren nicht nur negative Schlagzeilen produziert, sondern auch zu internen Diskussionen und Verletzungen geführt. Viele Beamte sahen sich im Nachklang misstrauischen Fragen ausgesetzt und fühlten sich zu Unrecht in den Sog der Ereignisse hineingezogen. Zur gleichen Zeit bemühte sich die Führung um Schadensbegrenzung und versuchte nach außen wie nach innen deutlich zu machen, dass ‘Korpsgeist von oben nicht geschützt’ wird. Im gleichen Atemzug stellte sie klar, dass die Beamten sich nicht persönlich bereichert hätten.

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