Längst haben auch Drogendealer das Internet für sich entdeckt und gelernt, Gesetze zu umgehen. Der europäische Rauschgiftmarkt verändert sich immer schneller.

Europäischer Drogenbericht: Zwischen Heroin und “Komasaufen”

BRÜSSEL/WIEN. Dunkle Hinterhöfe oder Parks im Dämmerlicht sind längst nicht mehr die bevorzugten Reviere der Drogendealer. Immer mehr tauchen in die Anonymität des Internets ab. Dort können sie rund um die Uhr ihre illegalen Waren anbieten. Dort kann rund um die Uhr eingekauft werden.

Der Drogenmarkt in Europa verändert sich immer schneller und wird immer komplexer. Das geht aus dem am Donnerstag in Brüssel präsentierten Europäischen Drogenbericht der Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA hervor. Die Politik brauche ein gut funktionierendes Monitoringsystem, um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Wolfgang Götz, bei der Vorstellung des Jahresberichts, der den Konsum, den Markt und die Kontrollmaßnahmen untersucht.

Besonders in Bezug auf den Vertrieb von verbotenen Pflanzen- und Kräutermischungen spielt das Internet als Vertriebsweg eine wichtige Rolle. 2009 hatte die Drogenbeobachtungsstelle 115 Onlineshops in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden im Visier, die vor allem „harmlose“ Pflanzenmischungen wie „Spice“ anboten. Jüngste Tests haben aber gezeigt, dass „Spice“ alles andere als naturbelassen ist, sondern synthetische Inhaltsstoffe enthält, deren Wirkung weitgehend unerforscht ist.

 
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