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Gezeitenkraftwerk PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Montag, den 05. Oktober 2009 um 14:42 Uhr

 

Das Gezeitenkraftwerk als Energielieferant der Zukunft - realistische Vision oder doch eher eine utopische Vorstellung? Rund zwei Drittel der Erde sind bedeckt von Meeren, was eine regenerative Energiequelle (d. h. sie wird durch natürliche Energiespender ständig erneuert und ist somit unerschöpflich) mit aussergewöhnlichem Potential darstellt. Es wird vermutet, dass die Menschheit nur rund ein Hundertstel der Energie verbraucht, die in den Meereswellen gespeichert ist. Die Bedeutung von erneuerbarer Energie aus Wasserkraft ist heute grösser denn je und der Grund dafür sind hauptsächlich die globale Klimaveränderung und die Kohlendioxid-Emissionen, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe auftreten. Wellenbewegungen von Wasser, Gezeitenströmungen, Sturmfluten und Flutwellen - all dies spiegelt die immense Energie von bewegtem Wasser wieder. Die Wasserkraft wird schon seit langem für den Menschen nutzbar gemacht. Um 1200 v. Chr. wurden die ersten Wasserschöpfräder in Mesopotamien betrieben. Die heutigen Wasserkraftwerke sind vorwiegend Elektrizitätswerke, die die mechanische Energie von Wasser in elektrischen Strom umwandeln. Sie produzieren weltweit etwa ein Fünftel des gesamten Stroms.



Ein Gezeitenkraftwerk ist eine spezielle Bauart des klassichen Wasserkraftwerks, welche die Energie aus dem ständigen Wechsel von Ebbe und Flut schöpft. Bei ausreichend hohem Tidenhub (Differenz zwischen Hoch-und Niedrigwasserstand) können die Gezeiten in abgesperrten Buchten nämlich als durchaus effiziente Energiequelle genutzt werden. Trotzdem gibt es bis heute noch keine marktreife Stromerzeugungs-Technologie in diesem Bereich. Das weltweit grösste Gezeitenkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 240 MW befindet sich an der Mündung des französischen Flusses La Rance bei Saint-Malo. Diese im Jahre 1966 errichtete Anlage ist jedoch extrem korrosionsanfällig und das hat gravierrende negative Auswirkungen auf das Ökosystem des Flusses. Zudem gibt es weltweit nur wenige Standorte, die für ein Gezeitenkraftwerk dieser Art geeignet wären, denn jenes ist nur sinnvoll, wenn der Tidenhub mehr als 6 m beträgt. Ein britisch-deutsches Projekt will diesen Problemen mit einer Anlage entgegenkommen, welche nicht den Tidenhub, sondern die durch Gezeiten verursachte Meeresströmung nutzt, eine Art "Unterwasser-Windkraftanlage". Die Pilotenanlage eines solchen neuartigen Gezeitenkraftwerks wurde bereits vor der Südwestküste Grossbritanniens installiert Die Meeresströmungen geben hierbei ihre Bewegungsenergie direkt an aufgeständerte Turbinen mit angeschlossenem Generator ab, so dass kontinuierlich und berechenbar Strom erzeugt werden kann. Desweiteren sind bei der freistehenden Anlage kaum Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen zu erwarten. Allein in Europa sind bereits über 100 Standorte bekannt, die sich für eine solche Energiegewinnung eignen würden. Eine von der EU in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass wenn alle möglichen Standorte mit diesen Gezeitenkraftwerken versehen werden würden, dies eine Energieerzeugung von etwa 12.500 MW ergeben könnte.

Die Pilotenanlage auf der britischen Insel Islay läuft ein Jahr im Testbetrieb und erzeugt zur Zeit ca. 500 KW Strom. Sie soll danach wohlmöglich aufgerüstet werden. Bei optimaler Ausbeutung könnte die weltweite Energiegewinnung durch Gezeitenkraftwerke der neueren Generation schätzungsweise sogar die Produktion von ca. 40 grossen Atomkraftwerken ersetzen.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. September 2011 um 09:30 Uhr
 
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