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Wusstet ihr, dass eine Hanfpflanze sehr anspruchslos ist und trotzdem in knapp 100 Tagen vier Meter hoch werden kann? Nein?

Na dann wird's aber Zeit.

 



Cannabis, Marihuana, Grass, Weed, Pot ... Viele Namen hat das Hanf. Die Hanfpflanze gehört zu der Familie der Cannabinaceae, das ist der lateinische Name für Hanfgewächse. Die Pflanze ist einjährig, das heisst, sie muss jedes Jahr neu ausgesät werden und keimen nicht immer wieder, wie zum Beispiel Tulpen oder Lilien. Ausserdem ist sie zweihäusig, was wiederum bedeutet, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Die Männer unter den Pflanzen, auch Femelhanf genannt, sind meistens etwas schwächer entwickelt, reifen jedoch schneller und früher als ihre Partnerinnen, die Hanfhennen. Die Forpflanzung erfolgt durch Fremdbefruchtung durch den Wind.
Der Reifeprozess der Fasern beginnt nach dem Ausstäuben der Pollen. Da Femelhanf in Blüten- und Reifeentwicklung der Hanfhenne stets voraus ist, wurden für die Fasergewinnung einhäusige Pflanzen gezüchtet. Bei ihnen befinden sich männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze.

 


Johann Wilhelm Weinmann, 1735


Eine Hanfpflanze stellt, bis auf ihren relativ hohen Wasserbedarf, erstaunlich wenig Ansprüche an ihre Umwelt. Sie ist seit Jahrtausenden in unserer Klimazone heimisch und gedeiht auch auf ärmeren Böden. Vielmehr trägt sie mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel zur Bodenfruchtbarkeit bei. Binnen hundert Tagen wächst sie in etwa vier Meter hoch. Den größten Ertrag bringen Hanfbauern der gemäßigten Klimazonen, deren Felder zudem noch einen tiefgründigen, humosen und kalkhaltigen Boden haben. Die Jungpflanzen überstehen auch leichte Fröste (bis minus fünf Grad) wobei das Temperaturminimum für die Keimung bei 4 bis 5 Grad Celsius liegt.
Auf der Oberfläche der Pflanze befinden sich Drüsenhaare, die klebrige Ausscheidungen produzieren. Dieses Harz enthält Cannabinoide, die allerdings in unseren Breitengraden durch das eher kühle Klima kaum entstehen.
Auch sind Hanfsamen und Fasern die wir im Laden kaufen beziehungsweise die weiterverarbeitet werden frei von Canabinoiden, von denen einige psychoaktiv wirken und zur Gruppe der Tetra Hydro Cannabinoide gehören. Die meisten und grössten dieser Drüsen befinden sich an weiblichen Blütenständen, insbesondere auf den Samenhüllblättern.
Wer neben einem Hanfbauern lebt und jetzt denkt, er könne das Geschäft seines Lebens machen, indem er ein paar Blüten klaut und verkauft, irrt. Die für eine industrielle Nutzung in Betracht kommenden Faserhanfformen enthalten in der Regel nur geringe THC-Konzentrationen. In Deutschland legal angebauter Hanf darf den THC-Grenzwert von 0,3 Prozent nicht überschreiten. Für die Drogennutzung ist das eine verschwindend geringe Zahl, denn "high" wird man ohne Durchfall dadurch garantiert nicht.

Was aber kann von dieser Pflanze genutzt weden? Nur die Blätter? Nur der Stängel? Und was wird aus ihr überhaupt hergestellt? Hier haben wir die einzelnen Teile und ihre Nutzung kurz zusammengetragen.


Genutzte Teile der Pflanze Hanfprodukte die es bereits gibt, oder noch in der Entwicklung sind.


Samen in Müsliriegeln, Backwaren, Brot und Käse, Vogelfutter...


Öl Speiseöl, Margarine, Technisches Öl ( Kosmetik , Lacke)


Blätter Anstelle eines gewissen Anteils von Hopfen im Bier


Blüten Arzneimittel auf THC Basis


Fasern Garne, Stoffe, Vliese
Papier (Zigarettenpapier, Kaffeefilter, Filter, ...)
Autoteile (Formpressteile, Kupplungsbeläge, ...)


Schäben Papier, Dämmstoffe, Bauzuschlagstoffe, Tiereinstreu , Heizmaterial, Verpackungen


Fasern und Schäben Papier & Pappe, Kartons, Dämmstoffe, Baustoffe uvm.


Der Anbau hängt also vom Ziel ab. Das heisst, der Hanfbauer fragt sich: ?Was will ich aus der Pflanze machen?? Will er zum Beispiel den Samen der Pflanzen nutzen, reichen acht bis 15 Kilogramm Saatgut pro Hektar beim Anbau aus. Will er die Fasern der Pflanzen nutzen, werden oft 20 bis 30 Kilogramm pro Hektar verwendet. Dabei sollen die Pflanzen dicht aneinandergereiht gesät werden, denn es sind weniger Verzweigungen, dafür aber höhere Pflanzen für die Fasernutzung von Nöten.
Auch die chemische Düngung oder Unkrautbekäpfung ist beim Hanfanbau nicht nötig. Durch die geringen Ansprüche der Pflanzen an den Boden brauchen sie keinen Dünger. Auch Unkrautvernichter sind unnötig, da zwischen Aussaat und Ernte der Pflanze nur eine relativ geringe Zeitspanne liegt. Dadurch haben Unkräuter gar keine Zeit zu wachsen und sich zu verbreiten, beziehungsweise störend zu wirken. Höchstens beim Hanfanbau für die Samennutzung kann durch die geringe Reihendichte Unkraut durch unterpflügen vernichtet werden.

Trotz dieses geringen Produktionsaufwands sind die Fasern der Hanfpflanze die haltbarsten Naturfasern überhaupt. Sie sind dreimal so reißfest wie Baumwolle und ein Feld Hanf liefert dreimal soviel Fasern wie ein Baumwollfeld. Aus Hanffasern werden Garne, Stoffe, Vliesse und Papiere (zum Beispiel Zigarettenpapier oder Kaffeeefilter) hergestellt. Da weder während der Wachstumsphase noch bei der Ernte und Verarbeitung schädliche Chemikalien eingesetzt werden, empfiehlt sich Hanfkleidung besonders für Allergiker, da Hanftextilien giftfrei auf die Haut kommen.

 

 
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