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Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 09. Oktober 2006 um 14:49 Uhr

 

Hanftextilien haben eine sehr hohe Verschleissfestigkeit, eine hohe Saugfestigkeit, sind unempfindlich beim Waschen, fusseln nicht, sind widerstandsfähig gegen Nässe und stark belastbar... na dann mal rein ins Hanf!

Du hast noch keine Hanfkleidung im Kleiderschrank liegen? Sicher? Es kann nämlich sein, dass du - ohne es zu wissen - bereits Hanffasern am Leibe trägst. Grund: Immer mehr Modedesigner und Produzenten erinnern sich des guten Gewebes. Der Designer Ralph Lauren offenbarte zum Beispiel, dass er schon seit 1984 insgeheim Hanffasern in seinen Kollektionen verarbeitete. Im Juni 1995 veröffentlichte die New York Times ein Interview mit Calvin Klein, der sagte: ?Ich glaube, dass Hanf sowohl für Möbelstoffe als auch in der Modeindustrie die bevorzugte Faser werden wird.? Dem ist leider, trotz aller Zuversicht der Medien, nicht so. Noch immer wird fast alles aus Baumwolle, Flax oder anderen Fasern gewebt, obwohl die Hanffaser in Qualität und Trageeigenschaften weit überlegen ist. Nicht nur, dass Hanffasern erheblich reißfester (drei mal so reißfest wie Baumwolle) und damit haltbarer als Baumwollfasern sind, auch ist dieser atmungsaktive Stoff durch sein gutes Absorptionsvermögen bestens für empfindliche Haut und Allergiker geeignet. Da weder beim Anbau, noch bei der Ernte und Verarbeitung schädliche Chemikalien eingesetzt werden, umschmeicheln die Textilien giftfrei die Haut.


Stoffbahnen beim Trocknen.


Entdecker wie Columbus hätten ohne Hanf nie die Küste Amerikas erreicht. Ihre Segel hätten sich, wären sie aus Baumwolle gewesen, durch die Nässe und den starken Wind aufgelöst. Das einzige Tuch, dass sich den Witterungseinflüssen auf hoher See stellen konnte, war Segeltuch aus Hanf. Ein Beispiel: Dichtet man einen tropfenden Wasserhahn mit einem Baumwollefaden ab, fängt es nach ein paar Tagen schon wieder an zu tropfen. Die Nässe hat die Faser aufgelöst. Der Hanffaden hingegen kann mehr als 30 Prozent seines Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Der Wasserhahn tropft also auch nach drei Monaten nicht, somit halten Seile und Segel den Unwettern der Meere stand.
Ein Hanf-Shirt kann demnach viel besser mit der ?menschlichen Nässe?, sprich dem Schweiß, umgehen als andere Syntetik- aber auch Baumwollfasern. Es kann viel davon aufnehmen und nach außen abgeben, ohne sich dabei nass anzufühlen. Außerdem reagiert der Stoff nicht mit dem Schweiß, das heisst, er fängt nicht an zu riechen. Anderes Plus für die Naturfaser ist seine mikroelektrische Spannung. Während einem bei künstlichen Fasern im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge stehen, schont Hanf die Oberfläche der Haut, da Haut und Hanf die selbe mikroelektrische Spannung aufweisen. Insbesondere für Menschen mit empfindlicher Haut, ist das von Vorteil. Aber auch alle anderen haben von länger frisch bleibender und weniger Haut reizender Kleidung mehr. Nicht zuletzt die Waschmaschine, da sie weniger oft waschen muss. ?Hanfabschreckend? ist die weit verbreitete Meinung und der Stoff sieht aus wie grober Sackleinen. Dem ist nicht so. Die Beschaffenheit des Stoffes hängt davon ab, wie das Hanf verarbeitet und die Faser versponnen und verwebt wird. Hanfstoff kann dann sogar weicher werden als Baumwolle.

Zum Schluss noch zwei Faktoren, die selbst den ein oder anderen Hanfliebhaber überraschen könnten. Hanfkleidung hält, laut Bericht der Wissenschaftlichen Akademie Chinas, 95 Prozent der UV-Strahlung ab. Planen aus Hanf sogar 100 Prozent. Außerdem ist Hanf extrem hitzebeständig. Versuche wurden mit dem Ergebnis durchgeführt, dass bei einer Erwärmung des Hanfes auf 370 Grad, keine Farbveränderung statt findet. Schraubt man die Temperatur auf 1000 Grad Celsius hoch, verkohlt zwar das Material, doch entflammt wird es auch dann nicht. Hanfstoffe eignen sich daher sehr gut für Zelte, Berufsbekleidung (vor allem für Schweißer und so weiter), als Stoffe für die Innendekoration und und und. Die Liste der Einsatzmöglichkeiten von Hanftextilien ist auch hier sehr lang. Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Industrie diesem neuen alten Markt öffnet.

from: econautix

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