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Soll Cannabis für medizinische Zwecke erlaubt werden?

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Was können wir von den jüngsten Schlagzeilen über Cannabis-Psychosen lernen? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Freitag, den 27. Februar 2015 um 10:02 Uhr



Eine neulich am Londoner King's College durchgeführte Studie führt über ein Viertel der neu diagnostizierten Psychosen auf moderne, hoch potente Cannabisvarianten zurück. Skunk, der am häufigsten verwendete Name für dieses Superweed, ist schon seit einer ganzen Weile im Umlauf, wird aber erst jetzt in so drastischer Weise mit Psychosen in Verbindung gebracht. Zu den häufigsten Symptomen einer Psychose gehört ein geschwächtes Wahrnehmungs- und Interpretationsvermögen des Patienten für seine Umgebung. Was ist also dran an diesen neuen Erkenntnissen? Schlafwandeln wir wirklich in eine psychotische Zukunft?

Seit Jahrtausenden wird Weed aus medizinischen und religiösen Gründen auf der ganzen Welt geraucht. Vergleichsweise kurz ist also die Zeitspanne, in der Weed in unserer Gesellschaft seinen schlechten Ruf bekommen hat. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert war Cannabis in Europa Auslöser für Streit, Kriminalisierung und Krieg. Nun leben wir aber in einer Zeit, in der sich manches an dieser Einstellung zu ändern scheint. In Uruguay, Colorado und Portugal wurde der Konsum von Cannabis entweder de-kriminalisiert oder sogar der Verkauf vollkommen legalisiert. Ist dies in Anbetracht der neusten Erkenntnisse aus London eine gute Idee, oder eine potentiell verheerende Entscheidung?

Die Studie selbst hat durch ihre Vorgehensweise Kritik auf sich gezogen. Sie wurde in einer Gegend in London durchgeführt, in der Armut und Kriminalität sehr häufig sind. Viele der Teilnehmer waren unabhängig von ihrem Cannabiskonsum auch reguläre Raucher und außerdem meist männlich und von drei ethnischen Minderheiten bei denen vorherige Studien eine höhere Veranlagung zur Psychose festgestellt hatten. Die Kontrollgruppe war hingegen sehr anders und bestand zu einem höheren Anteil aus weiblichen, kaukasischen Nichtraucherinnen. Obwohl diese Unterschiede zwischen der Test- und der Kontrollgruppe bei der Auswertung der Ergebnisse in Betracht gezogen wurden, bleiben offene Fragen, wie diese Unterschiede sich auf die Ergebnisse ausgewirkt haben könnten.

Regelmäßiger Cannabiskonsum mag zwar ein Grund für Psychose sein, aber nur ein kleiner Anteil der Konsumenten kifft täglich. Wie bei den meisten Lastern, scheint also auch hier das alte Sprichwort „Alles in Maßen“ zuzutreffen. Ein Beispiel wäre hier das Glücksspiel. Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass regelmäßiges Zocken sehr schädlich sein kann. Gleichzeitig besteht aber der Konsensus, dass ein gelegentliches Spiel einen positiven Effekt auf die mentale Gesundheit haben kann, besonders bei der Prävention von Alzheimer. Wenn man also ab und zu eine Runde Blackjack bei SpinPalace.com spielt, tut man seiner psychischen Gesundheit eventuell sogar einen Gefallen – solange man Maß hält, natürlich.

Wenige Tage nach der Veröffentlichung der King's College Studie machte eine weitere Studie Schlagzeilen. Hier zeigten die Ergebnisse, dass Cannabis, verglichen mit anderen populären Drogen ein vergleichsweise geringes Todesrisiko mit sich bringt. Im Kontrast dazu waren die vermeintlich harmlosen Drogen Nikotin und Alkohol weit höher auf der Liste. Es ist also wichtig, dass wir uns in der Debatte um neue Drogengesetzgebung nicht von alteingesessenen, moralischen Vorurteilen vereinnahmen lassen, sondern anstelle dessen auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Statistiken setzen. Sollte Weed zum Beispiel legalisiert werden, wäre dies womöglich einen zugänglichere Alternative für Viele, die derzeit in ihrer Freizeit zu übermäßigem Alkoholkonsum neigen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. Februar 2015 um 10:09 Uhr
 
Cannabis macht nicht dumm! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Donnerstag, den 13. November 2014 um 10:50 Uhr


"Kiffen macht dumm."

Cannabis macht Dumm


So oder so ähnlich könnte man die Ergebnisse jener Studie, die im August 2012 durch die Medien ging, zusammenfassen. Jetzt, gute 2 Jahre später, werden jedoch erste, wissenschaftliche Gegenstimmen laut: Ein norwegischer Ökonom, Ole Rogeberg, meldet sich zu Wort und nennt die Schlussfolgerungen seiner Kollegin voreilig, ihre Methode fehlerhaft.

Die Leiterin der angefochtenen Studie, Madeline Meier von der Duke University in Neuseeland, erfuhr von dieser Kritik, als sie auf den, in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) erschienenen,

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. November 2014 um 11:08 Uhr
 
Chile züchtet Cannabis zu medizinischen Zwecken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Samstag, den 08. November 2014 um 09:48 Uhr

Chile, ein Land, in dem der Besitz von Cannabis im weltweiten Vergleich eher hart bestraft wird, hat kürzlich, als erstes Land in Südamerika, mit dem Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke begonnen.

425 Hanfpflanzen wurden von den Behörden genehmigt.
Das, daraus im Frühjahr 2015 gewonnene, Hanföl soll zur Schmerz-Behandlung von etwa 200 Krebspatienten, verwendet werden. Für die Erkrankten wird die umstrittene Therapie im Zuge einer klinischen Studie, die beweisen soll, wie und ob Cannabis bei der medizinischen Versorgung von Krebskranken helfen kann, kostenlos sein.

Initiiert wurde das Projekt von Rodolfo Carter, seines Zeichens Bürgermeister der Gemeinde La Florida, gemeinsam mit der Daya-Stiftung.
Die Übergabe der Samen, aus denen die Pflanzen in den kommenden Monaten wachsen werden, gestaltete sich feierlich. Die Präsidentin der Stiftung, Ana Maria Gazmuri, spricht von „Einem historischer Moment der Erleichterung für alle Leidenden.“

Der exakte Standort der Plantage südlich der Hauptstadt wird,
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. November 2014 um 09:50 Uhr
 
Cannabis gegen Ebola PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Mittwoch, den 22. Oktober 2014 um 07:07 Uhr

US-Forscher: Cannabis könnte im Kampf gegen Ebola helfen

Cannabis zur Bekämpfung von Viren?
Ganz so revolutionär, wie sie auf den ersten Blick scheint ist die Idee nicht.
Bei Krankheiten wie HIV, Multiple Sklerose, Krebs und chronischen Schmerzen helfen Cannabinoide, vor allem THC und CBD, die körpereigene Abwehr zu stärken, den Appetit zu fördern und Schmerzen zu lindern. Auch ihre Wirkung gegen Pilze und Bakterien ist schon länger nachgewiesen.

Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt kaum über die Luft
 
Legales Cannabis würde vieles ersparen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Dienstag, den 21. Oktober 2014 um 09:28 Uhr

Kann in Österreich funktionieren, was in den Niederlanden und in Colorado funktioniert oder ist legales Cannabis der Anfang vom Ende der Alpenrepublik?
Die parlamentarische Bürgerinitiative "Legalisierung! Österreich" erhitzt die Gemüter und polarisiert.
Die Mitglieder der Bewegung sind gut vernetzt - auch online.
In, nach Bundesland sortierten, Gruppen können sich Befürworter der Idee regelmäßig treffen um über weitere Vorgehensweisen, Überlegungen und Perspektiven zu diskutieren.

Ihr geistiger Vater der Initiative für legales Marihuana, Bernhard Amann, betont, dass es dabei nicht darum geht, den Cannabis-Konsum in Österreich voranzutreiben, sondern dem Staatsbudget Ausgaben zu ersparen und darüber hinaus noch Geld in die Staatskasse zu spülen.
 
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