Hanfkultur der Hanfclub HD Videos HD Bilder Top news
    

Your Language

Suche

Sensi Seeds

IKF Berlin

BZH

Marihuana = Droge ?

Diese Pflanze wird noch heute in der Industrie verwendet!

Legalize

Grüne Hilfe

Hanfapotheke

Wordwolke

Textlink zu uns

<a href="http://www.hanfkultur.com/partei">Hanf News Wir Informieren!</a>

Anmeldung



Umfrage

Soll Cannabis für medizinische Zwecke erlaubt werden?

(4473 votes)

90.8%   (4062)
2.9%   (129)
0.8%   (38)
5.5%   (244)
Loading...

The greenleaf Forum

Cannabis als Medizin

Deutscher Hanfverband

Deutscher Hanf Verband

Thermo-Hanf

Cannabislegal

Hanfmuseum

Socialnetworks

 
HFC Hanfclub wir informieren
Legalisierungswelle in Österreich! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Steven Müller   
Dienstag, den 19. August 2014 um 10:23 Uhr

Am 28. Juli 2014 wurde Ingo Mayer, der amtierende Bürgermeister von Roppen, zum Oberhaupt der Tiroler SPÖ gewählt. Mit einer beeindruckenden Mehrheit von 90,7 % sicherte er sich den Posten. Selbst der bei der Wahl anwesende Bundeskanzler Werner Faymann konnte am letzten Bundesparteitag nicht mit einem solchen Ergebnis abschneiden. Ingo Mayer hatte aber nicht das höchste Abstimmungsergebnis an diesem Tag.

Ein anderes Votum erregte

Aufsehen: die Delegierten der Tiroler SPD stimmten mit 92,4 % (254 von 275 Stimmen) für die Legalisierung weicher Drogen, wie Marihuana, und zudem für die Entkriminalisierung härterer Drogen. Auf Landesebene fordert die SPÖ somit freien Cannabiskonsum für die Republik. Ein Wochenvorrat Marihuana müsste somit nicht mehr illegal im Park oder beim Dealer an der Ecke gekauft, sondern könnte vollkommen legal an einer offiziellen Verkaufsstelle erworben werden. Ein anschließender Genuss, z.B. im Gastgarten, wäre damit auch problemlos möglich.

 

Das hätte man wohl von den ansonsten eher unauffälligen Sozialdemokraten aus Tirol nicht erwartet. Revolution könnte man es nennen, wenn ein Obmann der SPÖ tapfer verkündet diese Forderung zu „100 Prozent mit Punkt und Beistrich“ mitzutragen. Dennoch gibt Ingo Mayer zu, dass es „zum Start nicht unbedingt mein Lieblingsthema war.“

Dank der Sozialistischen Jugend und ihrer Kampagne „Lieber bekifft ficken, als besoffen fahren“ wurde die Abstimmung überhaupt erst ermöglicht, da sie den entsprechenden Antrag auf dem Landesparteitag stellte. Julia Herr, die Chefin der Sozialistischen Jugend, erkennt: „Andere europäische Länder wie Tschechien und die Niederlande haben es vorgemacht: Eine liberalere Drogenpolitik kann funktionieren, die SPÖ sollte da viel mutiger und progressiver sein.“ Bereits im Herbst letzten Jahres gelang es der Sozialistischen Jugend den oberösterreichischen Genossen eine Resolution zu präsentieren, die die Legalisierung von weichen Drogen fordert.

Der SP-Landesgeschäftsführer, Peter Binder, setzt allerdings keinen Fokus auf dieses Thema. Es gebe wichtigere Herausforderungen, verlautete er. „Aber vielleicht kann man das Thema bei den Vorarbeiten für den Bundesparteitag im Herbst berücksichtigen.“

 

Kiffer-Quote so hoch wie nie

Bisher befürworteten lediglich die Grünen eine liberale Drogenpolitik, seit ihren Gründungstagen fordern sie „Legalize it!“, neu hinzu kommt nun aber die Forderung der im Vergleich bieder anmutenden Kanzlerpartei SPÖ. Die Signale aus den Landesorganisationen verleihen der Debatte wieder neuen Schwung und könnten gar eine Legalisierungswelle in Österreich hervorrufen.

Man könnte meinen es sei höchste Zeit für diesen Schritt, da altbackene Gesetze und gelebte Realität weit auseinanderklaffen. 30 - 40 % der jungen Erwachsenen haben Erfahrungen mit Cannabis, belegt der jüngste Drogenbericht. Demnach wird in Österreich noch nie so viel gekifft wie heute. Keiner muss heute mehr Angst haben als lebensuntauglicher Junkie abgestempelt zu werden,

nur weil er eine Tüte raucht. Der Konsum von Cannabis zieht sich mittlerweile durch alle gesellschaftlichen Schichten. Der Konsum von TCH (Tetrahydrocannabinol) ist längst zum Mainstream geworden. Die Auswirkungen der Legalisierungswelle in Österreich zeigen sich auch am landesweiten Boom der Hanf- und Growshops. Wenn sich es in dieser Geschwindigkeit weitergehen sollte, könnten bald Kiffer-Klischees und andere Vorurteile der Vergangenheit angehören.

 

 

Legalisierung allerdings nicht mehrheitsfähig

Aktuell drohen für den Erwerb, Anbau oder Besitz von Marihuana Gefängnisstrafen von bis einem halben Jahr – und dies selbst bei kleinen Mengen für den Eigenbedarf. Beinahe 18.0000 Menschen wurden 2011 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) für den Verkauf oder den Konsum von Cannabis angezeigt. Was dann passiert ist oft ein Glücksspiel: oft reicht eine Diversion, in anderen Fällen wird strafrechtlich verurteilt.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Unique Research sind lediglich 34 % der Österreicher für die Legalisierung von Cannabis, 58 % der Bevölkerung sind immer noch dagegen. Ganz anders sieht es aber bei der Zielgruppe der unter 30-jährigen aus: 67 % würden gerne ihre Tüten in der Trafik kaufen. Josef Kalina vom Meinungsforschungsunternehmen Unique Research meint dazu: „Wer bei den unter 30-Jährigen punkten will, sollte diese Forderung auf seine Fahnen heften.“

Dies scheinen nicht alle Parteien zu verstehen. Zwar gibt sich die Trioler SPÖ tapfer, doch andere Parteien machen eine Legalisierungswelle in Österreich eher unwahrscheinlich. Die Reaktionen auf den Parteitagsbeschluss der Tiroler SPÖ in Innsbruck sind exakt dieselben wie jeher: die Junge ÖVP warnt vor „Kiffer-Tourismus“, die Landes-FPÖ findet jegliche Liberalisierung unverantwortlich. FPÖ-Chef Markus Abwerzger meint: „Die Gesellschaft hat schon mit Alkohol- und Nikotinkranken zu kämpfen, sie braucht nicht noch eine zusätzliche Substanz“. Ganz anders hingegen die Reaktion der Grünen. Georg Willi, ein Nationalratsabgeordneter aus Tirol, findet den Schritt der SPÖ mutig. „Wir sollten uns zumindest auf die Entkriminalisierung einigen“, fordert er. Unerwartet reagierte die „Kronen Zeitung“. Erstaunlich gutgesinnt kommentiert sie den roten Schwenk: „Dass die Tiroler Sozialdemokraten doch weltoffener und liberaler sind, als sie sich in den letzten Monaten gegeben haben, haben sie beim Parteitag in Innsbruck bewiesen.“ Auf Bundesebene gilt dies für die Sozialdemokraten jedoch nicht. Gesundheitsminister Alois Stöger erklärt umgehend, was er vom Vorgehen seiner Parteikollegen nicht allzu viel hält: „Aus gesundheitspolitischer Sicht darf es keinen Schritt geben, der den Konsum von Suchtmitteln erleichtert.“ Nichtsdestotrotz beschloss der Bundesparteivorstand der SPÖ am 1. Juli 2014 zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Sinn ist es, laut Stögers Büro, eine gemeinsame Parteilinie zu finden, nachdem die Bundesländer nun voneinander abweichen. Die Diskussion werde „mit offenem Ausgang“ geführt – allerdings wird es wohl kaum keine Forderung nach totaler Freigabe geben. Dazu liegt das Thema der SPÖ wohl zu wenig am Herzen. Hinzukommt die Angst vor dem Konkurrenten, der ÖVP. Die Volkspartei hatte im Nationalwahlkampf 2002 eine relativ unsachliche Kampagne gegen die angeblich von den Grünen geplanten „Haschtrafiken“ geführt und dabei gezeigt, was sie für ein unangenehmer Sparringpartner sein kann.

 

Internationale Vorreiter

International scheint die Legalisierungswelle schneller zu Rollen, als in Österreich. Hierzulande reicht es seit Jahren nur zu Polemiken und Streit, in anderen Ländern hingegen folgen Taten. Uruguay hat mittlerweile das liberalste Drogengesetz der Welt. Seit kurzen sind der Konsum, der Anbau und ebenso der Handel mit Cannabis erlaubt, im Rahmen großzügiger Grenzwerte. Damit erreicht die Regierung eine Schwächung des Kartelle und des Schwarzmarktes. Ganz nebenbei verdient der Staat Uruguay 67 Millionen an Steuereinnahmen, zumindest erwartet dies der Legislative Council der Colorado General Assembly. 25 % Steuern sind fällig, eine Abgabe von 10 % im Einzelhandel, um die Kosten der Verwaltung der Branche zu decken und 15 %, die für den Ausbau des Bildungssystems, z.B. den Schulbau, verwendet werden sollen.

Ein weiteres Vorreiter der Legalisierung sind die sonst so konservativ erscheinenden Amerikaner. In über 20 Bundesstaaten ist der medizinische Gebrauch von Marihuana nicht mehr verboten. Ein Rezept ist allgemein sehr einfach zu bekommen, da Cannabis gegen einige Krankheiten verschrieben wird. In den Staaten Washington und Colorado ist Cannabis auch ohne Rezept erhältlich, dennoch reglementiert. Seltsam mag das wirken, wenn man bedenkt, dass in den meisten Bundesstaten Tabakrauchen nur stark eingeschränkt möglich war und in einigen Teilen der USA sogar im freien untersagt.

In Tschechien darf man für den privaten Gebrauch bis zu 5 Pflanzen anbauen, der Handel bleibt weiterhin untersagt. Für den Besitz unter 10 Gramm Marihuana ist schlimmstenfalls eine Geldstrafe fällig.

In den Niederlanden sind der Besitz und auch der Konsum eigentlich verboten, in einem Coffeeshop jedoch erlaubt. Unter 30 Gramm wird bei Privatpersonen jedoch von einer Strafverfolgung abgesehen. Täglich können jedoch nur 5 Gramm je Person und Coffeeshops erworben werden. Trotzdem rauchen in den Niederlanden nicht mehr Menschen Gras als sonst wo in Europa, Großteils sogar weniger. Seit der Einführung der Verkaufsstellen von Cannabis konnten die Niederlande sogar ihre Zahl an Toten durch harte Drogen senken. Durch die Coffeeshops kommen die Cannabiskonsumenten nicht mehr über ihren Dealer an Gras, die ihnen auch härtere Drogen anbieten. Der holländische Markt für Cannabis ist jedoch nach wie vor in der Hand krimineller, da kommerzieller Anbau verboten ist. Ein Coffeeshop darf zwar ein halbes Kilo Marihuana oder Haschisch auf einmal besitzen, jedoch macht sich der Lieferant strafbar, da er es eigentlich nicht verkaufen darf. So ergeben sich obskure Szenen, an der Hintertür der Läden: der Lieferant muss warten, bis der lizensierte Shop noch einige Gramm verkauft hat, um die 500 Gramm Grenze nicht zu überschreiten. Die Strafbarkeit des Handels hält die Preise für Cannabis weiterhin hoch.

Nordkorea, nicht oft ein Beispiel liberaler Politik, beweist hier, dass es auch anders geht. Rauchen von Marihuana und auch der Anbau sind erlaubt. Cannabis ist somit keine illegale Substanz.

 

Cannabis als Medizin

Ob Cannabis gesundheitsschädlich ist, ist noch nicht vollständig geklärt. Es fehlt an Forschung, da Gelder fehlen. Die Pharmaindustrie ist nicht daran interessiert die Forschung voranzutreiben, da Cannabisprodukte nicht rentabel sind. Einige Studien gehen davon aus, dass sich THC Konsum negativ auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt und somit nicht von Jugendlichen konsumiert werden sollte. Den Ruf als Einstiegsdroge verliert der Joint jedoch mehr und mehr. Längst ist bekannt, dass Zigaretten und Alkohol die Einstiegsdrogen schlechthin sind. Vom einigen Joints wird niemand in die Abhängigkeit getrieben. Berichte der Universität Düsseldorf über zwei Cannabistote stellten sich als falsch heraus. Dr. Blaas, Allgemeinmediziner, Suchttherapeut und Obmann der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“ meint, die Menschen seien nicht informiert genug über die Therapiemöglichkeiten von Hanf: „Am wichtigsten wäre es, erst einmal die Ärzte über die erfolgreichen Therapiemöglichkeiten mit Cannabis zu informieren. Da ist die Unsicherheit noch sehr groß.“ Deshalb empfiehlt Blaas in Österreich mit kleinen Schritten zu beginnen. Laut seiner Erfahrung lindert THC Schmerz, beruhigt und wirkt stimmungsaufhellend. Die Wirksamkeit von Hanf gegen Übelkeit, Erbrechen und Kachexie (krankhafte, starke Abmagerung) ist gut dokumentiert. Zahlreiche Studien belegen, dass Cannabis bei Depressionen, Autoimmunerkrankungen, wie multipler Sklerose, Morbus Chron und vielen weiteren Krankheitsbildern helfen kann. Zudem hat es ein großes Potenzial in der Schmerztherapie. Dr. Blaas plädiert: „Medizinisches Cannabis sollte unbedingt legalisiert werden und auf ärztliche Verschreibung in Apotheken erhältlich sein.“

 

Verfolgungsjagt in Tirol

Für zwei junge Männer aus Zirl in Tirol kommen wohl alle Reformen zu spät. Die hatten nahe des Ortes einige Hanfpflanzen in einem Waldstückchen versteckt. Die Plantage war sorgfältig gepflegt und eingezäunt mit einem Netz gegen Wildfraß. Am 3. Juli erhielt die Polizei jedoch einen anonymen Hinweis. Während die Polizei den Hang mit den Pflanzen beobachtete tauchten laut Bezirkspolizeikommando Christoph Kirchmair zwei einheimische junge Männer, im Alter von 24 und 25 Jahren auf. Nach kurzer Flucht über steiles Gelände konnte die Polizei einen der beiden Hanfbauern festnehmen. Er habe sich nur „oberflächlich und leicht verletzt“, so das Bezirkspolizeikommandos in Hall. Der andere entkam jedoch vorerst. Da laut Polizei ein Absturz befürchtet werden musste, wurden ein Hubschrauber, eine Diensthundestaffel, die Alpinpolizei und die Bergrettung zu Hilfe gerufen. Mit dem Einsatz der Diensthundestaffel und eines Helikopters konnte man den Jungbauer am Abend aufspüren. Die beiden Studenten sind geständig und befinden sich wieder auf freiem Fuß. Die Polizei geht aufgrund der geringen Anzahl der Pflanzen nicht von einem kommerziellen Hintergrund aus. Anzeige wurde erstattet.

Bei diesem aufwändigen, kostspieligen Polizeieinsatz wurde nicht etwa ein internationaler Drogenring zerschlagen, sondern die Zukunft zweier junger Studenten. Die Pflänzchen seien nur zum Eigenbedarf bestimmt – selbst die Polizei musste das einräumen.

Nun bleibt abzuwarten, ob die Tiroler SPÖ sich SPÖ intern mit diesem Thema durchsetzen kann. Mit der Entscheidung der Tiroler SPÖ für die Legalisierung von „weichen Drogen“, wie Marihuana, und zudem für die Entkriminalisierung von Konsumenten „harter Drogen“, die über 92 % der Parteimitglieder mittrugen, wurde ein deutliches Zeichen gesetzt.

Die Legalisierung von Cannabis findet jetzt endlich weltweit Beachtung, als Heilmittel, als Steuereinnahmequelle und als sauberer Markt, der nebenbei den von Kriminellen geführten Schwarzmarkt trocken legt. Wichtig für die Bevölkerung ist, dass die Legalisierung von Hanf schließlich für die Entkriminalisierung von tausenden Menschen sogt, deren Verbrechen es war, getrocknete Hanfblüten zu besitzen. Heutzutage können andere Länder und Modelle als Vorbild dienen, zu hoffen bleibt, dass deren Gelingen auch die Entwicklung in Österreich und der gesamten EU vorantreiben wird.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. August 2014 um 12:53 Uhr
 
Deutsches Gericht erlaubt erstmals Cannabis-Eigenanbau in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Genie   
Dienstag, den 22. Juli 2014 um 13:08 Uhr

Am Dienstag 22.07.2014 hat ein deutsches Gericht erstmals den Klagen dreier Cannabis-Patienten stattgegeben und den Eigenanbau von Cannabis zu therapeutischen Zwecken erlaubt, laut einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Köln.

Deutsches Gericht erlaubt erstmals Cannabis
Deutsches Gericht erlaubt erstmals Cannabis-Eigenanbau in Deutschland

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Juli 2014 um 13:12 Uhr
 
Sonnenbrille aus Hanf in Ray Ban-Design PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Dienstag, den 22. Juli 2014 um 10:19 Uhr

Diese Cannabis Sonnenbrille sieht nicht nur gut aus, sie ist auch gut für die Umwelt. Denn anstelle von Plastik haben die Designer von hemp den Rahmen der Brille aus Hanf und Flachs entwickelt.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Juli 2014 um 10:29 Uhr
 
Monsanto nutzt die weltweite Legalisierungswelle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Donnerstag, den 10. Juli 2014 um 12:07 Uhr

Patente für gentechnisch modifiziertes Cannabis Saatgut sind bereits in der Entwicklung. Der US-Konzern spekuliert auf Milliardengewinne im Rahmen der weltweiten Legalisierung.

Der US–amerikaner George Sorros, Milliardär, weltweit bekannter Finanzinvestor und Anteilseigner erheblicher Anteile des Biotechnologie-Konzerns Monsanto, nutzt die derzeitige Legalisierungsbewegung und lässt den Konzern, der weltweit führend in der Produktion von gentechnisch verändertem Saatgut ist und regelmäßig in die Kritik wegen der brutalen Vermarktungspolitik desselben gerät, mit Hochdruck an der Entwicklung und Patentierung gentechnisch veränderten Cannabis Saatguts arbeiten.

Durch die Cannabis-Legalisierung in den zwei amerikanischen Bundesstaaten Washington und Colorado sind erstmals realistische Zahlen für diesen Markt vorhanden. Auf derzeit rund 1,4 Milliarden Dollar wird der US-Markt geschätzt, mit hohen Wachstumsraten. Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ schätzen, dass der Jahresumsatz in fünf Jahren bereits rund zehn Milliarden Dollar betragen werde. Selbst am Aktienmarkt ist eine Cannabis-Euphorie zu verspüren. Der Investor Alan Brochstein, der „Cannabis-Anleger“ berät meint, dass er einen solchen Kult noch nicht erlebt habe und er bedeutend größer sei, als der beispielsweise um Apple jemals war.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Juli 2014 um 14:05 Uhr
 
Neue Erkenntnisse Cannabis in der Medizin PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Empel   
Mittwoch, den 30. April 2014 um 12:35 Uhr

Mit Cannabis-Extrakt und synthetischem THC lassen sich Spastik und Schmerzen bei Multipler Sklerose gut reduzieren. Bei anderen Indikationen ist die Evidenz jedoch eher mager, heißt es auf der AAN-Jahrestagung. Und ob Joints helfen, wissen wohl nur die, die sie rauchen.

 

PHILADELPHIA. Medizinische Cannabispräparte sind inzwischen in vielen Ländern als Zusatztherapeutika bei MS-bedingter Spastik und Schmerzen zugelassen, werden aber auch für andere Indikationen diskutiert.

Zudem sind neben Pillen und Sprays auch andere Anwendungsformen beliebt, etwa das Rauchen von Haschisch und Marihuana zu medizinischen Zwecken.

Von welcher Anwendungsform bei welchen Indikationen am meisten zu erwarten ist, hat jetzt ein Leitlinien-Entwicklungs-Komitee der US-amerikanischen Neurologengesellschaft AAN analysiert.

Ergebnisse der Beurteilung von 34 Studien zum medizinischen Gebrauch von Cannabis sind jetzt auf der Jahrestagung der Gesellschaft in Philadelphia vorgestellt und zeitgleich in der Zeitschrift "Neurology" veröffentlicht worden. Sie sollen Ärzten und Patienten einen Überblick zum Nutzen solcher Präparate geben.

"Einige der Mittel können bestimmte MS-Symptome lindern, sie scheinen aber gegen Levodopa-induzierten Dyskinesien bei Parkinsonpatienten wenig hilfreich zu sein", fasste Studienautorin Dr. Barbara Koppel vom New York Medical College auf eine Pressekonferenz der AAN die wesentlichen Ergebnisse zusammen.

„Bisher gibt es auch keine ausreichende Evidenz für einen Nutzen bei motorischen Problemen von Huntington-Patienten, gegen Tics bei Tourette-Patienten, zervikaler Dystonie oder zur Prävention epileptische Anfälle“, erläuterte die Neurologin. Dies bedeute jedoch nicht in jedem Fall, dass keine Wirksamkeit zu erwarten sei, häufig fehlten aber qualitativ hochwertige Studien zu solchen Indikationen.

Verschiedene Anwendungsformen untersucht

Geprüft wurden in den Studien Cannabis-Extrakte für die orale Therapie, synthetisches Tetrahydrocannabinol (Dronabinol), ein Mundspray mit standardisierten Cannabiswirkstoffen (Nabiximols) sowie das Rauchen von Marihuana und Haschisch.

Für die zugelassenen Indikationen von medizinischem Cannabis konnten die Neurologen um Koppel wie erwartet die beste Evidenz feststellen: So ließen sich 17 Studien zur Therapie bei MS-bedingter Spastik aufspüren.

Hier bescheinigten die US-Ärzte oralen Cannabisextrakten die beste Wirksamkeit - sie sehen eine starke Evidenz für einen Nutzen. Eine moderate Evidenz fanden sie bei synthetischem THC und dem Mundspray.

Für gerauchtes Cannabis ließen sich nur zwei Studien mit 20 bis 30 Teilnehmern und finden, und nur eine davon deutet auf einen Nutzen. Die Wirksamkeit für das Cannabisrauchen sei daher nicht belegt.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei zentralen Schmerzen und bei spastikbedingten Schmerzen von MS-Patienten (13 Studien).

Das AAN-Komitee fand wiederum eine starke Evidenz für orale Cannabisextrakte und eine moderate Evidenz für Mundspray und synthetisches THC sowie keinen ausreichenden Wirksamkeitsnachweis von gerauchtem Cannabis.

Für das Mundspray deutet die Studienlage aber auf eine wahrscheinliche Wirksamkeit bei überaktive Blase, bei den anderen Cannabispräparaten gab es mehrere negative Studien, so dass bei diese wahrscheinliche unwirksam sind, heißt es in der Analyse.

Zur Tremortherapie bei MS wurden insgesamt fünf Studien ausgewertet. In keine der Studien wurde ein Nutzen für eine der medizinischen Anwendungsformen von Cannabis beobachtet, so dass hier ebenfalls von einer Unwirksamkeit auszugehen ist.

Ernste psychische Nebenwirkungen bei einem Prozent

Keine positiven Studiendaten gibt es bislang offensichtlich bei anderen neurologischen Erkrankungen. Die meisten Studien mit Parkinson-, Dystonie-, Huntington- Tourette- und Epilepsiepatienten verliefen negativ oder hatten so geringe Teilnehmerzahlen, dass keine zuverlässigen Aussagen möglich sind.

Häufige Nebenwirkungen der Cannabistherapie waren Aufmerksamkeit- und Gleichgewichtsprobleme, Übelkeit und Verstopfung. Ernste psychische Nebenwirkung wie Suizidgedanken oder starke Stimmungsschwankungen wurden bei etwa einem Prozent der Studienteilnehmer beobachtet.

Koppel wies darauf hin, dass Cannabispräparate nur dann verordnet werden sollten, wenn die Symptome mit Standardtherapeutika nicht ausreichend zu lindern sind.

Auch sollten die Ärzte dann Nutzen und Risiken sorgfältig abwägen.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. April 2014 um 12:42 Uhr
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 149