1. Papier

Wir putzen unsere Nase damit, schmeißen verärgert Tonnen an bedruckten Werbesendungen in den Müll und finden es überall als Verpackung in unserer Wohnung. Alle brauchen es und jeder kann es billig in jedem Geschäft erwerben. Was die meisten aber nicht wissen, ist die Tatsache, dass für unseren enormen Papierverbrauch wertvoller Urwald stirbt – Tag für Tag! Weltweit sind es ca. 15 Millionen Hektar Wald, die der Mensch abholzt – ca. 50 % davon für die Papierindustrie.

Es ist mittlerweile bekannt, dass schon vier Fünftel der Urwälder vernichtet sind und die massive Abholzung der Wälder unsere Ökosysteme zerstört, die Bodenerosion beschleunigt und die weltweite Klimaerwärmung verstärkt. Dies alles verdrängen wir, während wir feinstes mit Motiven bedrucktes Klo-Papier verwenden.

Gegen eine vernünftige Nutzung der Wälder ist nichts einzuwenden, nur der Raubbau muss endlich aufhören! Die papierbedingte Urwaldzerstörung kann nur dann beendet werden, wenn wir keine Papierprodukte mehr aus den Urwäldern verwenden! Neben der exzessiven Abholzung stellen der enorme Verbrauch an Chemikalien und der massive Energieaufwand bei der Papierherstellung ein großes Problem für unsere Umwelt dar. Das Geschäft mit den „Raubbaupapieren“ zerstört also systematisch unseren Lebensraum und wir sägen uns sprichwörtlich den Ast ab, auf dem wir so bequem sitzen. Die Zeit für Alternativen ist überreif!

Neben dem vernünftigen Umgang mit Papier und der vermehrten Nutzung von Recyclingpapier bietet sich als gesunde Alternative die Herstellung von Hanfpapier an. Der schnell nachwachsende Rohstoff liefert auf der gleichen Fläche bis zu 5-mal mehr Papier wie Wald. Außerdem spricht die hohe Reißfestigkeit für sich, die eine häufigere Wiederverarbeitung gewährleistet. Die hellen Hanffasern ergeben auch ohne Chlorbleiche ein brauchbares Papier, wieder ein Pluspunkt für Hanf. Insgesamt funktioniert die Papier- und Zellstoffherstellung mit weniger Chemikalien, was positiv für unsere Böden und unser Wasser ist!

Der Hanfclub Tirol fordert:
Damit Hanfpapier wettbewerbsfähig wird, ist es notwendig Technologien und Verfahren zu fördern, um mit der Holzverarbeitung mithalten zu können.
Weiters müssen die notwendigen Rahmenbedingungen für Firmen und Fabriken geschaffen werden, um eine effiziente Hanfpapiererzeugung zu garantieren.
Damit der nachwachsende Rohstoff Hanf nicht importiert werden muss, gilt es österreichische Bauern bezüglich Hanfanbaus zu subventionieren!

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