Die grüne Kraft – kein übertriebener Ausdruck für eine Nutzpflanze, die es wahrlich in sich hat! Von den Samen bis zu den Schäben kann alles verwertet und in jedem Wirtschaftsbereich genutzt werden. So auch als vollwertiges Nahrungsmittel, das wegen seiner gesunden Nährstoffe kaum zu überbieten ist! Die kleinen Hanfsamen werden botanisch zu den einsamigen Nussfrüchten gezählt und strotzen nur so vor lebensnotwendigen Inhaltsstoffen. Für unser Wohlbefinden sorgen ungesättigte Fettsäuren, essentielle Aminosäuren, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine! Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind Hanfsamen also ideales Nahrungsmittel.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, so beschreibt im 12. Jahrhundert die bekannte Naturforscherin Hildegard von Bingen in ihrem Werk Physika die Heilkraft der Hanfsamen:

„Der Same enthält Heilkraft, und er ist für gesunde Menschen heilsam zu essen, und in ihrem Magen ist er leicht und nützlich, so dass er den Schleim einigermaßen aus dem Magen wegschafft. Er kann leicht verdaut werden, vermindert die üblen Säfte und macht die guten Säfte stark.

…“ (Physika – Kapitel 1-11)

Im Mittelalter war die „Hanfsuppe“, aus den Hanfsamen hergestellt, ein gesundes Essen, das die Armen vor Seuchen schützte. Die Adeligen weigerten sich, diese Armensuppe zu verspeisen, was sie für Krankheiten und Seuchen wie die Pest anfälliger machte.

Moderne Studien zeigen, dass die Gefahr von Herz- und Kreislauferkrankungen verringert werden kann durch den regelmäßigen Verzehr von Hanfsamen. Vegetarier erhalten alle wichtigen Proteine und Fettsäuren, wenn sie Hanfsamen in ihre Ernährung einbauen, denn nur eine Handvoll täglich deckt den Bedarf!

Als eines der besten und hochwertigsten Pflanzenöle der Natur gilt das Speise-Hanföl, das den höchsten Gehalt (75-90 %) an essentiellen Fettsäuren in der gesamten Pflanzenwelt aufweist. Das tiefgrüne Hanföl, das aus den Hanfsamen gepresst wird, ist auch das einzige heimische Pflanzenöl mit der besonderen Fettsäure GLA (Gamma Linolensäure), das für gesunde Blutwerte sorgt und entzündungshemmend wirkt. Der hohe Gehalt an Phytosterinen im Hanföl wiederum sorgt für eine Senkung des Cholesterinspiegels. Genau aus diesem Grund empfehlen Wissenschaftler nach ihren Studien Speise-Hanfsamen und Hanföl als gesundes Nahrungsmittel! Andere sprechen von der Sojabohne des 21. Jahrhunderts.

Immer mehr Firmen die sich auf gesunde Produkte spezialisiert haben, bieten inzwischen Nahrungsmittel an, die auf Hanf basieren – ideal für gesundheitsbewusste Menschen, die sich Gedanken um eine ausgewogene Ernährung machen, fern ab von Massentierhaltung, Pestiziden in Lebensmitteln, chemischen Zusätzen und krebserregenden Stoffen. Wie schon zuvor schon über die Papierherstellung und Textilien aus Hanf beschrieben, muss eine Trennung von Nutzhanf und Rauschhanf erfolgen. Der kostbare nachwachsende Rohstoff Hanf ist viel mehr, als ein Rauschmittel und es wird Zeit für eine Rehabilitation!

Der Hanfclub Tirol fordert:
Trennung von Nutzhanf und Rauschhanf – Aufklärung über den Nutzen von Hanf!
Förderung der Herstellung einer giftfreien Ernährung auf der Basis von natürlichen Rohstoffen wie Hanf.
Damit der nachwachsende Rohstoff Hanf nicht importiert werden muss, gilt es österreichische Bauern bezüglich biologischen Nutzhanfanbaus zu subventionieren!

WAS NACHWÄCHST, MUSS NICHT IMPORTIERT WERDEN!

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