von Attila Szenogrady

Ein selbständiger Maler aus Neerach wurde von der Polizei mit 14 über Kilogramm Marihuana erwischt. Nicht zum ersten Mal.

 

Am vergangenen 27. März 2009 hatte der heute 45-jährige Maler aus Neerach wieder einmal Pech. Er hielt sich am Vormittag in Zürich auf und war im Begriff, sein Geschäftsfahrzeug mit über 14,5 Kilogramm Marihuana zu beladen. Er wollte das Rauschgift kurz darauf zu einem Geschäftspartner nach Steinmaur transportieren. Doch daraus wurde nichts. Plötzlich stand die Polizei da und stellte das in acht Säcke abgefüllte Marihuana sicher.

Rückfall in der Probezeit

Der Vorfall war für den Zürcher Unterländer Unternehmer mehr als peinlich. So hatte er erst im November 2007 wegen des Vertriebs von Marihuana von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 130 Franken kassiert. Womit er in der zweijährigen Probezeit prompt rückfällig geworden war.

Kürzlich stand der Schweizer Staatsangehörige vor dem Bezirksgericht Zürich und legte grundsätzlich ein Geständnis ab. Gleichzeitig machte er aber erstaunlicherweise geltend, dass er ansonsten nichts mit Drogen am Hut habe.

Keineswegs lernfähig, aber kein allzu schweres Verschulden

In seinem nun eröffneten Urteil hat das zuständige Bezirksgericht Zürich den Angeklagten wegen Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel zu einer teilbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 120 Franken sowie zu einer Busse von 500 Franken verurteilt. Die Hälfte der Geldstrafe, also 3 600 Franken, soll der Beschuldigte bezahlen. Zudem eine Gerichtsgebühr von 1 200 Franken

Mehr Glück hatte der Neeracher bei der Vorstrafe, deren Bewährungszeit nicht widerrufen wurde. Stattdessen wurde die neue Probezeit auf vier Jahre verlängert.

Im schriftlich begründeten Entscheid hiess es, dass der Angeklagte keineswegs lernfähig sei. Andererseits schrieb der Richter von einem nicht allzu schweren Verschulden. Was zu einer nur teilweisen Verbüssung der Strafe geführt hatte.

Quelle: 20min.ch

 

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