von Marcel Urech

Wo Kiffer ihr Gras kaufen, hat Einfluss auf Arbeitsplatz und Schule: Jene, die zum Dealer gehen, haben vermehrt Erinnerungs- und Konzentrationsprobleme.

Die Zahl derer, die ihr Gras auf der Strasse kaufen, steigt. (Bild: Keystone)

Seit 2004 geht der Bund massiv gegen Hanfläden vor. 2008 wurde die Hanfinitiative, die den Cannabiskonsum legalisieren wollte, bachab geschickt. Dies hat Folgen: Während 2004 noch 22 Prozent der 13- bis 29-jährigen Kiffer in der Schweiz ihre Droge in Hanf-Shops besorgten, waren es 2007 gerade noch 5,8 Prozent. In der gleichen Zeitspanne stieg der Kauf auf der Strasse gemäss aktuellem Cannabismonitoring von 5,7 auf 13 Prozent an.

«Diese Entwicklung ist problematisch», sagt FDP-Nationalrätin Christa Markwalder. Tatsächlich: Gassenbezüger haben laut dem ­Monitoring häufiger Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten in der Schule als solche, die ihr Gras anderswo beziehen – bei gleicher konsumierter Menge. Über die Ursachen kann nur spekuliert werden: «Es besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen von den Strassen­dealern zum Kauf von noch destruktiveren Drogen wie Kokain animiert werden», so Markwalder. Möglicherweise sind laut dem Monitoring Gassenbezüger aber auch einfach sozial isolierter als die grosse Mehrheit der Kiffer, die ihr Gras bei Freunden beziehen. Mehr als die Hälfte davon bekomme die Droge sogar gratis. Und für 8,7 Prozent aller Kiffer stelle sich das Bezugsproblem erst gar nicht – sie ziehen ihre Hanf-Pflanzen gleich selbst.

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