Hanfkultur.com wir Informieren

Hier erfahrt ihr alles rund um das Thema Hanf

Italienische Bauern bauen Hanf an, um kontaminierten Boden zu entgiften

Hanfanbau legal

Schafft die Wunderpflanze Hanf die durch Schwermetalle verseuchten Böden zu säubern? 2011 wurde ein Gesetz erlassen, dass es italienischen Bauern ermöglicht, Industrie Hanf völlig legal anzubauen.

Im Juli 2015 letzten Jahres haben 218 Abgeordnete unterschiedlicher Parteien, einen Gesetzesentwurf unterzeichnet, der die komplette Cannabis Freigabe fordert. Darin wurde nicht nur die Legalisierung für den Anbau von Industrie Hanf gefordert, sondern auch, der Besitz und der Anbau in geringen Mengen für den Eigenverbrauch. Sogar die Legitimierung von Cannabisklubs wurde angeführt. Dieser Gesetzesentwurf würde das italienische Drogengesetz neu Schreiben und wäre ein historisches Ereignis in der Geschichte der Prohibition. Wenn es verabschiedet wird, wäre Italien nach Uruguay das zweite Land, das über nationaler Ebene eine Legalisierung eingeführt hat. Der damalige Präsident José Mujica machte 2013 Uruguay zum ersten Staat der Welt, der Cannabis legal vertreibt.

Seit 10 000 Jahren nutzen die Menschen Hanf – seit der frühen Geschichte der Menschheit wurde dieses Heilkraut eingesetzt. Als Vorreiter gilt nach wie vor die USA, denn die dort ansässige Cannabisindustrie floriert, wie seiner Zeit der Goldrausch.

Bis in die späten 20er wurden Teile der Hanfpflanze für medizinische Anwendungen verwendet, so zum Beispiel kamen die Blätter und die Blüten zur Heilung verschiedener Krankheiten zum Einsatz, und die Industrie war zum größten Teil von den Hanffasern abhängig.  Alle Textilien und Stoffe für Kleidung, Zelte, Leinen, Seile, Segel sogar Windeln und vieles mehr wurden überwiegend noch im 19. Jahrhunderts in den USA aus Hanffasern hergestellt. Siehe: Hanf im 19. Jahrhundert

 

Italienische Bauern bauen Hanf an!

Bauern aus Tarent, einer Süd- östlichen Stadt Italiens, die bis vor kurzen bekannt für ihre Milchwirtschaft und traditionellen Käsesorten waren, bauen jetzt Cannabis auf den einstigen Futterwiesen an. Laut Onlinemagazin Slate, sind Aufbereitungsmaßnahmen notwendig geworden, weil in der unmittelbaren Nachbarschaft ein riesiges Stahlwerk für verheerende Umweltschäden verantwortlich ist.

Stahlwerk

Beispielbild

Das 15 Millionen Quadratmeter große Stahlwerk Ilva, das die dreifache Fläche der Stadt umfasst, wurde 1965 eröffnet und verdoppelte sich in den 70er. Einst wurde fast ein Drittel des italienischen Stahls dort produziert. In nur kurzer Zeit wandelte sich allerdings das einst idyllische Städtchen in eine schmutzige, stinkende Industriestadt. So wird das heutige Landschaftsbild von Rauchende Schornsteine, Hochöfen und Berge von Schotter bestimmt

Der Schaden in dieser Region ist so groß, dass die Bauern aus Tarent, ihr Milchvieh nur mehr auf einem kleinen Landstrich etwa 20 Kilometer entfernt vom Stahlwerk, grasen lassen dürfen.
Inzwischen wird Cannabis auf den früheren Wiesen angebaut – nicht etwa um ins Drogengeschäft einzusteigen, sondern um den Boden von Giften zu säubern.

Phytosanierungshanf oder Industriehanf sind Arten der Cannabispflanze, die einen sehr geringen Anteil der psychoaktiven Substanz des Inhaltsstoffes, THC, enthalten. Hanf wird hauptsächlich für die Fasergewinnung angebaut, aus denen Papier, Textilien, Autoteile und viele andere Produkte erzeugt werden können. Aber Cannabispflanzen haben einen weitaus bedeutendere Eigenschaft: Sie sind in der Lage, schwer Geschädigte mit Schwermetall verseuchte und fast kaputte Böden Komplet zu regenerieren und Giftstoffe zu absorbieren.

Die Bodenvertiefung weltweit nimmt immer größerer Ausmaße seit der Industrialisierung an, schreibt Claire Moore, Pflanzenbiologin und Laborleiterin in der Einrichtung Iron Labs in Michigan, die Marihuana testet, in einer Email.

„Phytosanierung beschreibt die Behandlung von Umweltproblemen, meist eine Kontaminierung durch Schwermetalle, mithilfe von Pflanzen, die die Vergiftung mildern können, ohne dass die Giftstoffe ausgegraben und irgendwo deponiert werden müssen,“

erläutert sie.

„Diese relativ neue Technologie erweckt zunehmend internationales Interesse unteranderm wegen der kosteneffektiven und nicht-invasiven Methode der „Nutzung der Fähigkeiten einiger Pflanzengattungen, verseuchte Areale von Giften zu reinigen“
,

führt Moore weiter an.
Noch sind diese Methoden, besonders die Phytosanierung im Anfangsstadium und viel Wissen zur Verbesserung in den Prozessen müssen erst entdeckt werde. Eines ist jedenfalls schon seit langer Zeit gewiss, Hanf kann gifte abbauen und Schwermetallverseuchte Böden soweit verbessern, dass darauf  wieder Milchtier weiden können.

Der legale Hanfanbau ermöglicht es den dort ansässigen Bauern, ihre Böden zu entgiften und die Ernten weiter zu verarbeiten. Wobei in den gewonnen Pflanzenfasern keine Giftstoffe eingelagert sind, alle Gifte werden durch die Cannabispflanze verarbeitet und abgebaut.

Vorerst ist es den Bauern untersagt ihre Hanfprodukte für Nahrungsmittel zu verarbeiten, daher wird rein für die Industrie produziert. Aber wer weiß, vielleicht können wir bald schon geröstete Hanfsamen, aus der apulischen Provinz bei uns im Bioladen kaufen.

Eines ist aber schon klar, die Hanfpflanze erobert langsam die Welt auf ein Neues!

Etwa 100 Bauern widmen sich mittlerweile dem Hanfanbau.

 

 

Please follow and like us:

1 Kommentar

  1. Alexfischnadel

    6. August 2016 at 21:19

    Die Frage ist nur wie lange die Regenerierung dauert?

Kommentare sind geschlossen.

Genießen Sie diesen Blog? Bitte verbreiten Sie unser Worte:)