Einen herben Rückschlag musste die Anti-Cannabis-Lobby der Niederlande Hinnehmen. Der Oberste gerichtshof (Hoger Raad) hat am 16.September 2008 im Berufungsverfahren einen Multiple-Sklerose-Patienten freigesprochen, der eine nicht unerhebliche Menge Cannabis in seinem Haus angebaut hatte. Damit kommt Bewegung in die niederländische Cannabispolitik, die seit Jahren mit einem akrobatischen Spagat für Rechtsunsicherheit sorgt und in Sachen Medizinalhanf der Pharmaindustrie in die Hände spielt.Über vier Jahren ist es her, als die Polizei bei dem MS-Patienten Wim Moorlag(53) und seiner Frau in Bovensmilde, Gemeinde Midden-Drenthe, anrückte und 49 Hanfpflanzen und einen Pollinator beschlagtnahmte.

Der Verdacht des kommerziellen Anbaus lag nahe, und das zuständige Gericht in Assen fertigte das anklagte Paar mit einer symbolisen geldstrafe von 250 Euro und einer zweijährigen Bewährungzeit ab. Moorlag gab sich damit nicht zufrieden, und so kamm es zum Berufungsverfahren vor dem Leeuwardener Gerichtshof, wo der Fall des kiffenden MS-Patienten geradezu akribisch aufgearbeitet wurde und zum Freispruch Führte.

Quelle:hanfblatt.de 01/09

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