Was ist das eigentlich?

Als Autoflowering-Samen bezeichnet man solche Hanfsamen, die gewissermaßen „automatisch“ aus der vegetativen Phase in die Blühphase übergehen. Über das Verhältnis von Licht- zu Dunkelheitsphasen wird die Pflanze üblicherweise künstlich angeregt, neue Blüten zu produzieren, indem man den natürlichen Rhythmus der Pflanze überlistet. Autoflowering-Samen hingegen beginnen nach 3-4 Wochen ganz von selbst zu blühen. Erfinder dieser Cannabissorten ist der Hersteller The Joint Doctor, der auch zuerst im großen Stile Autoflowering-Samen vertrieb. Neben den klassischen Indica- und Sativasorten geht in die selbstblühenden Sorten auch die in Südrussland heimische Ruderalis-Sorte ein. In die Autoflowering-Kreuzungen bringt sie alle ihre positiven Eigenschaften ein: den kompakteren Wuchs, den schnellen Wachtstumsprozess bis zur Ernte und das vom Licht unabhängige Ausbilden von Blüten.

Warum Autoflowering Samen nutzen?

Autoflowering Samen haben viele Vorteile, die zum Teil gerade schon anklangen. Zum einen kann man auf das aufwendige Verfahren der Lichtregulierung verzichten, das auch an den Zuchtort bzw. –raum besondere Anforderungen stellt – getrennte Wuchs- und Blühräume sind bei diesen Sorten nicht mehr erforderlich, und eine regelmäßige tägliche Lichtbestrahlung von 12-24 Stunden genügt für ein erfolgreiches Ziehen der Pflanzen.
Autoflowering-Pflanzen bringen auch sehr viel schneller eine Ernte: Während dies bei gewöhnlichen Sorten 3-6 Monate dauern kann – je nachdem, ob drinnen oder draußen angebaut wird –, bringen die Autoflowering-Pflanzen die Ernte schon nach 8-10 Wochen. Dabei sind durchaus bis zu drei Ernten pro Jahr möglich. Für Züchter mit wenig Platz ist positiv hervorzuheben, dass – abgesehen von den neuen „Super-Autos“ – die Pflanzen klein bleiben und relativ wenig Platz einnehmen. Zudem sind sie ausgesprochen robust und gedeihen auch in kühleren Klimaten prächtig. Bei diesen Sorten zeigt sich das Geschlecht schon nach drei Wochen; die meisten der angebotenen Sorten sind zudem feminisiert – das heißt, sie produzieren nur weibliche Pflanzen – und ersparen Züchtern also auch das Bestimmen des Geschlechts und das Heraussuchen der männlichen Pflanzen.

Gibt’s da nicht auch noch einen Haken?

Klar haben auch Sorten, die von selbst blühen, nicht nur Vorteile. Lange Zeit war es ein Problem, dass die Autoflowering-Sorten zwar mehr Ernten, aber auch weniger Blüten brachten, so dass der Ertrag eigentlich nicht gesteigert wurde. Zudem war der THC-Gehalt lange Zeit noch vergleichsweise niedrig. Hier gibt es aber mittlerweile neuere Züchtungen, auch von The Joint Doctor, den langjährigen Experten auf diesem Gebiet, so dass diese Nachteile mittlerweile eigentlich der Vergangenheit angehören. Auf einen Blick: Vorteile von selbstblühenden Cannabissorten

• keine Regulierung der Lichtphasen nötig
• keine getrennten Wuchs- und Blühräume nötig
• kleiner, kompakter Wuchs
• mehr Ernten (bis zu drei pro Jahr), auch draußen und in kühleren Klimaten
• robustere, wenig krankheitsanfällige Pflanzen
• Geschlecht zeigt sich schon nach drei Wochen (nicht-feminisierte Sorten)
• feminisierte Samen ersparen das Heraussuchen männlicher Pflanzen

Insgesamt also eine rundum praktische und arbeitsvereinfachende Sache – und da mit Hochdruck und erfolgreich an neuen selbstblühenden Züchtungen gearbeitet wird, die die genannten Nachteile vermeiden, sind die Autoflowering-Sorten sicherlich der Zukunftstrend im Bereich Cannabisanbau!