Hier die schlimmsten und am meisten verbreiteten Schädlinge die eine Hanfpflanze befallen können

 

Spinnmilben

 

SpinnmilbenSpinnmilben sind die schlimmsten Schädlinge und am meisten verbreitet.

Sie zählen zu den saugenden Schädlingen, sind Spinnentiere, etwa einen halben Millimeter groß

und siedeln auf den Blattunterseiten, wo sie auch ihre Eier ablegen.

Ihnen gefällt eine Umgebung mit über 20°C und einer Luftfeuchte von unter 50%, bei über 25°C vermehren sie sich um einiges schneller.

Sie sind nicht allzu schwer zu erkennen, bei genauem Betrachten sind sie auf den Blattunterseiten zu sehen und ihre Gespinste verraten sie auch. Befallene Blätter zeigen durch das Aussaugen der Zellen kleine, gelbe/weiße Flecken, sie vergilben und sterben letztendlich ab.

 

Maßnahmen:

Vorbeugen ist noch das beste Mittel – Raum und Gerätschaften sauber halten ist das A und O, wenn noch Klebefallen (z.B. Harz) an den Topfrändern und unten am Stammansatz angebracht werden, müssen die Viecher sich was Gutes einfallen lassen… . Dabei auch an Wände und Decke denken und diese desinfizieren, jedes Mal Hände waschen, bevor ihr was an den Pflanzen macht und auch auf eure Kleidung achten (z.b. ärmelloses T-Shirt anziehen).

Bei einem Befall ist das einfachste Gegenmittel Neemöl (als fertiges Präparat ist Neemazal zu empfehlen). Alle paar Tage hauptsächlich die Blattunterseiten damit besprühen, in der End Blüte letzte Woche) lieber nicht mehr sprühen.

Alternativ können auch die Umgebungsbedingungen geändert werden – Erhöhung der RLF auf über 60% und Senkung der Temperatur auf oder etwas unter 16°C – aber Vorsicht: Ihr könnt den Pflanzen damit mehr schaden als das es was bringt und ist auch nur fürs vegetative Stadium zu empfehlen, vor allem besteht Schimmelgefahr.

Bei einzelnen Pflanzen kann mithilfe einer übergestülpten Plastiktüte ein feuchtes Klima geschaffen werden, welches die Milben nach ein paar Tagen tötet. Der Pflanze wird es zwar nicht gefallen, aber sie wird es normalerweise überleben.

Raubmilben wären noch eine weitere Möglichkeit, wenn auch etwas teuer und nicht so einfach zu handhaben.

 

 

Trauermücken

 

Larve der TrauermückeDie ca.4mm langen, durchsichtigen Larven der Trauermücke (grau-schwarz, ca. 3mm lang) wachsen im Medium heran (sie lieben es feucht und dunkel) und können bei starkem Befall den Pflanzen Schäden durch Wurzelfraß zufügen und dadurch auch noch einen Pilzbefall. Trauermücken vermehren sich schnell und werden zur wahren Plage – die erwachsenen Tiere bleiben nur zu gerne an harzigen Buds kleben, ein zusätzliches Übel.

 

Maßnahmen:

Als Indikator und gegen die erwachsenen Tiere Gelbtafeln verwenden und darauf achten, nicht Zuviel

zu gießen. Mit Nematoden kann dem Problem auch gut beigekommen werden.

Eine Lösung aus Neem (kein Neemöl, ist nicht das gleiche.) oder Insektizitseife hilft auch.

 

 

Blattläuse

 

BlattläuseBlattläuse gibt es in vielen verschiedenen Erscheinungsformen und gehören zu den Saugern.

Die schadhaften sind meist hellgrau bis schwarz, ca. 2-3mm groß und daher leicht zu erkennen. Ein

paar Arten sind geflügelt und für gewöhnlich die ersten, die sich einnisten – Gelbtafeln helfen bei der Früherkennung. Klimaverhältnisse sind ihnen relativ egal und sie bevorzugen oft geschwächte Pflanzen. Sie scheiden Honigtau aus, welcher zusätzlichen Pilzbefall verursachen kann und Ameisen anlockt.

 

Maßnahmen:

Bei schwachem Befall einfach einzeln entfernen. Bei schwerem Befall helfen am besten Florfliegen oder

biologische Präparate.

 

 

Thripse (Fransenflügler)

 

Thripse oder BlasenfüßeThripse sind saugende Schädlinge, ca. 1,5mm groß, geflügelt, weiß bis dunkel gefärbt und sind meist

gestreift. Sie verweilen gerne auf der Blattunterseite und legen ihre Eier im Zellgewebe ab.

Sie sind überaus flink und selbst schwer zu erkennen – wird das Blatt bewegt, hüpfen oder fliegen sie

schnell von dannen.

An den angerichteten Schäden sind sie dafür umso einfacher zu erkennen, die Saugstellen ähneln den

von Spinnmilben, sind etwas größer und weisen einen silbernen Glanz auf. Auch ihre Kothäufchen

sind als winzige schwarzbraune Punkte sichtbar.

 

Maßnahmen:

Blautafeln als Indikator aufhängen, wirklich bekämpfen lassen sie sich mit Raubmilben, Schlupfwespen

und natürlich biologischen Präparaten.

 

 

Weiße Fliege

 

Die weiße Fliege ist auch als “Mottenschildlaus” bekannt, ist ca. 1mm lang, sehen aus wie winzige Motten und sind Sauger. Meist lassen sie sich im oberen Teil der Pflanze nieder und arbeiten sich nach unten vor. Beim Schütteln der Pflanze fliegen sie weg und sind dann gut zu erkennen.

Sie legen ihre Eier auf der Blattunterseite ab, wo sie sich auch aufhalten. Sie scheiden Honigtau aus, welcher wiederum ein Nährboden für manche Schadpilze ist.

 

Maßnahmen:

Zur Vorbeugung und Bekämpfung Gelbtafeln verwenden. Schlupfwespen helfen beim Anfangs-

befall sehr gut. Ansonsten helfen auch biologische Präparate.

 

 

Minierfliegenlarven

 

Aus den Eiern der etwa 4mm langen, schwarzen Minierfliege entstehen etwa 2-3mm große Larven,

die meist erst an den Freßschäden erkannt werden, welche minenartig durch die Blätter verlaufen.

Sie richten keine großen Schäden an, wenn sie bald entfernt werden.

 

Maßnahmen:

Gelbtafeln anbringen für die erwachsenen Tiere, die Larven sind im Blatt gut geschützt, befallene

Blätter deshalb am besten entfernen.

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