Peyote Purple In der Familie der Maulbeergewächse gibt es in der Unterfamilie der Hanfartigen (Cannaboideae) zwei Gattungen: den Hanf (Cannabis) und den Hopfen. Der Hanf, eine zweigeschlechtige Pflanze, kommt weltweit vor und fehlt nur in den Polargegenden und den tropischen Regenwäldern. Bekannte Arten aus dieser Gattung sind unser einheimischer Faserhanf Cannabis sativa und der indische Hanf Cannabis Indica. Cannabis Ruderalis kommt als wenig bekannte dritte Art hinzu. In neuerer Zeit gehen die Botaniker davon aus, dass es sich bei diesen drei Arten nur um klima- und zuchtbedingte Varianten einer Art handelt.

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Er liefert nicht nur Fasern, sondern auch nährstoff- und ölreiche Samen. Besondere Verehrung brachte ihm aber die Verwendung als Heilpflanze, als rauscherzeugendes Genussmittel, als Aphrodisiakum und als Sakrament zur Erzeugung von religiösen Ekstasen ein. So kann es nicht verwundern, dass der Hanf bereits vor beinahe 3000 Jahren in griechischen, indischen und chinesischen Schriften als hochgeschätzte Pflanze beschrieben wurde. Sein Gebrauch ist allerdings noch älter, wie verschiedene 6000 Jahre alte Funde belegen. Sogar im Gewebe einer altägyptischen Mumie konnte, einer Meldung der Münchner medizinischen Wochenschrift zufolge, Tehahydrocannabinol (THC) nachgewiesen werden. In GEO, wurde dies präzisiert: die THC-Werte in den Haaren lagen nach über 3000 Jahren immer noch über denen heutiger Haschischkonsumenten.

 

 

Verwendung: Verwendet werden die getrockneten weiblichen Blütenstände und jungen Blätter (=Manhuana) und das gepresste Harz der weiblichen Pflanzen (=Haschisch). Haschisch öl, das durch chemische Extraktion oder Destillation gewonnen werden kann, hat demgegenüber nur geringe Bedeutung. Meistens wird Cannabis geraucht, Marihuana entweder in Form von selbstgedrehten Zigaretten, sogenannten Joints, oder in einer Pfeife. Haschisch wird zuerst erhitzt, dann zerkrümelt und mit anderen rauchbaren Stoffen (Tabak, Damiana) vermischt ebenfalls in einer Zigarette oder einer Pfeife geraucht. Seltener wird aus Marihuana oder Haschisch (z.B. unter Verwendung von Butter) ein Tee zubereitet, Haschisch pur gegessen oder als Lebensmittelzutat verwendet, um z.B. Gebäck oder andere Süßspeisen zuzubereiten. Bekannt wurde der Fall eines deutschen Kriminalbeamten des Frankfurter Rauschgiftkomissariats K 44, der seinen Kollegen, zum Teil ohne deren Wissen, Haschischplätzchen servierte. Wirksame Inhaltsstoffe: Cannabinoide, insbesondere das Tetrahydrocannabinol (THC).

Die Cannabinoide finden sich im Harz, welches in speziellen Harzdrüsen den Blütenständen und jungen Blättern besonders der weiblichen Pflanze gebildet wird. Männliche Pflanzen enthalten ebenfalls die rauscherzeugenden Wirkstoffe, aber, je nach Sorte, oft in geringerer Konzentration. Auch in Deutschland gezogener Hanf kann rauschwirksame Stoffe bilden. Entscheidend für deren Konzentration sind in erster Linie die Qualität des Saatguts und die Intensität und Dauer der natürlichen oder künstlichen Besonnung. Von Haschisch und Marihuana sind zahlreiche Sorten auf dem illegalen Drogenmarkt erhältlich, die sich teilweise stark in der Konzentration der Cannabinoide unterscheiden. Im Allgemeinen ist diese bei Haschisch deutlich höher als bei Marihuana, bei Haschisch öl ein Mehrfaches höher als bei Haschisch. Inzwischen übertreffen holländische Hochleistung Marihuana Sorten (“Northern Lights”) oft durchschnittliches Haschisch an Potenz.

Wirkungen: Eigenartigerweise spüren die meisten Menschen keine Wirkung bei der ersten Einnahme von Cannabis, ein Effekt, der von anderen Drogen nicht bekannt ist und damit zusammenhängen soll, dass die Leber erst lernen muss, bestimmte für die Rauschwirkung bedeutsame stoffwechselprodukte zu bilden: Beim Rauchen treten spürbare Wirkungen innerhalb weniger Minuten ein. Die volle Wirkung ist nach etwa 10 bis 20 Minuten erreicht und hält zwei bis drei Stunden an. Wird Cannabis gegessen oder als Tee konsumiert, so tritt die Wirkung erst nach einer Stunde ein, kann dann allerdings 10 Stunden und länger anhalten. Die am häufigsten berichteten körperlichen Wirkungen des Cannabisgebrauchs sind eine mehr oder minder ausgeprägte Mundtrockenheit, spürbare Beschleunigung des Herzschlages bis hin zu deutlichem, gelegentlich auch unangenehm erlebtem Herzklopfen. Darüber hinaus kann es zu Anfällen von Heißhunger kommen.

Der Rausch verläuft in zwei Phasen: auf eine Anregungsphase folgt eine mehr träumerische, meditative Phase. Die im in folgenden aufgeführten Wirkungen sind den Berichten einer größeren Zahl von Konsumenten entnommen. Es handelt sich somit um subjektive persönliche Erfahrungen. Dass die aufgezählten Wirkungen meist positiv erlebt wurden, mag daher Zufall sein. Ebenso wenig sind die berichteten Verbesserungen der Sinnesleistung objektiver Natur, sondern entspringen dem subjektiven Eindruck der von Cannabis Berauschten. Nicht nur subjektiv verbessert wird allerdings das Nachtsichtvermögen, wie man einem Artikel der Zeitschrift “GEO”, entnehmen konnte. Der Einfluss von Hanf auf die Sinne wird meistens als besonders beeindruckend beschrieben. Farben werden in der Regel sehr viel klarer und leuchtender erlebt. Das Hören, das Erleben von Klang und insbesondere von Rhythmen werden ebenfalls intensiviert. Psychedelische Maler und Musiker nutzen diese Effekte gelegentlich aus. Nicht nur Gerüche werden intensiver erlebt, sondern auch das mit diesem Sinn eng verbundene Geschmackserlebnis verändert sich und erscheint dem Konsumenten deutlich verfeinert und intensiviert. Vor allem Süßes, besonders aber Schokoladehaltiges erfreut sich unter Cannabisberauschten großer Beliebtheit. Auch das Tastgefühl wird oft verstärkt erlebt. Da dies die Tastempfindung des ganzen Körpers betrifft und nicht nur die der Hände, können auch nichtgenitale erotische Aktivitäten erheblich an Attraktivität gewinnen, was manche Partnerin sonst vorspielfauler Männer besonders freuen dürfte. Die häufig verbesserte Vorstellungskraft, die Vorstellungen viel intensiver in Gefühle und körperliche Empfindungen verwandelt, kann besonders die Sexualität durchaus angenehm beeinflussen. Die Stimmung wird meist von einem entspannten Glücksgefühl, von Heiterkeit bis hin zur Albernheit bestimmt. Häufig stellt sich eine lose Folge unzusammenhängender Gedanken ein.

Bei etwas höheren Dosierungen kann es zum subjektiven Erleben des Einsseins mit der umgebenden Natur, zu ekstatisch-visionären, aber auch zu meditativ kontemplativen Zuständen kommen. Da die Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein durchlässiger wird, können vermehrt Erinnerungen an längst vergessen geglaubte Erlebnisse zu Bewusstsein kommen. In der Regel kommt es nur beim Konsum sehr hoher Dosen zu optischen und akustischen Halluzinationen. Wie ein Rausch erlebt wird, ist im Allgemeinen von den folgenden Faktoren abhängig: der Dosis, von der Umgebung, in der konsumiert wird, und von der inneren Einstellung zur Droge. Erfahrene Konsumenten vermögen den Rausch und das darin Erlebte sehr weitgehend zu steuern. Die Klarheit der Gedanken ist beim Cannabisrausch kaum beeinträchtigt.

Medizinisch hat Cannabis bei folgenden Erkrankungen positive Wirkungen gezeigt: erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Krampfneigung, Epilepsie, Asthma, schwere Übelkeit und Brechreiz. Synthetisches THC wurde in den vergangenen Jahren häufig in den USA verordnet, um bei chemotherapeutisch behandelten Krebspatienten mit dem starken Brechreiz, der bei solchen Behandlungen auftritt, fertig zu werden. Speziell in Zusammenhang mit AIDS macht Cannabis wieder von sich reden: auch hier kommt es, u.a. auch durch die notwendigen Medikamente, zu Appetitverlust und Verdauungsstörungen mit der Folge der Abmagerung. Diese stellt einen erheblichen Risikofaktor dar. In inzwischen zahlreichen Fällen besserten sich nach Einnahme von THC oder Marihuana der Appetit und in der Folge erhöhte sich das Körpergewicht. Dies bedeutet eine verlängerte Überlebenszeit. Dass man todgeweihten Menschen dieses bisschen möglicher Hilfe aus einer politischen Trotzhaltung heraus immer noch nicht legal zugänglich gemacht hat, ist eine skandalöse Missachtung der Grundrechte dieser Kranken. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit schließt das Recht auf längeres Überleben ein.

Nebenwirkungen: Personen mit Kreislaufschäden sollten mit Cannabis vorsichtig umgehen, da die Pulsfrequenz erhöht wird. Schäden am Immun- und Fortpflanzungssystem werden zwar immer wieder behauptet, sind aber nach Prof. Dr. Dominiak nicht bewiesen. Das Rauchen von Cannabis kann zu Lungenschäden führen. Diese sind im Vergleich zum Schaden durch gewohnheitsmäßiges Tabakrauchen als eher gering einzustufen. Die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses ist unter Einfluss von Cannabis reduziert. Wie andere Rauschmittel oder Medikamente kann Cannabis möglicherweise latent vorhandene Psychosen zum Ausbruch bringen. Personen, die zu psychischen Störungen neigen, sollten ebenso auf Cannabis verzichten wie diejenigen, die sich damit sozial unerträglichen Situationen entziehen wollen. Körperliche Entzugserscheinungen sind bei Cannabis nicht zu beobachten. Allenfalls können Irritierbarkeit, Nervosität und innere Unruhe für einen kurzen Zeitraum auftreten, die jedoch Anzeichen einer gelegentlich auftretenden psychischen Gewöhnung sind. Dosissteigerungen sind bei Cannabis nicht bekannt geworden. Insbesondere wenn Cannabis zu häufig im Übermaß eingenommen wird, kann es in Einzelfällen zu sogenannten Flashbacks, kurzdauernden Rauschzuständen ohne vorherige Drogeneinnahme, kommen. Genügend Zeit, um mit dem Auto am Straßenrand anzuhalten, verbleibt allemal. Ebenfalls zu den seltenen Erlebnissen gehören angstbeladene Zustände unter Cannabis. Wenn, dann kommt dies vor allem bei hohen Dosen und ungeübten Benutzern vor. Da die Intensität von Halluzinationen unter Cannabis weniger ausgeprägt ist als unter anderen Drogen und die geistige Klarheit kaum beeinträchtigt wird, ist dieser Zustand in der Regel schnell durch Zuspruch und evtl. durch Verabreichung zuckerhaltiger Getränke beherrschbar. Unbewusste Ängste des Benutzers spielen hier eine größere Rolle als die eigentliche Drogenwirkung. Einzelne Autoren, besonders Nahas, berichten von wesentlich schwerwiegenderen Nebenwirkungen durch Haschischkonsum. Nahas ist allerdings selbst in der Fachwelt sehr umstritten, nicht zuletzt auch deshalb, weil seine Erkenntnisse primär auf der Zwangsfütterung von Nagetieren mit übergroßen Mengen von Cannabis beruhen. Neuere Autoren, z.B. Prof. Dr. Dominiak, weisen eine Übertragbarkeit dieser Versuche auf den Menschen zurück.

Bezugsquellen: Haschisch und Marihuana sind nur in den Niederlanden und einigen asiatischen Ländern straffrei erhältlich. Die Einfuhr von Cannabis auch aus solchen Ländern in die BRD ist verboten. Dies gilt auch für Samen. Auch holländische Hochleistungssamen sind in der BRD nicht frei erhältlich, ihr Besitz ist verboten. Cannabissamen gibt es, im Versand z.B. bei Mr. Hanf, Global Import Export und bei anderen Firmen.

Besitz und die Weitergabe von lebenden oder getrockneten Pflanzen oder daraus gewonnen Produkten (Ausnahme: Fasern) ist strafbar. Vom Konsum muß daher abgeraten werden.

 

 

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