Immer mehr Menschen interessieren sich wieder für eine Pflanze, die uns schon seit Jahrtausenden als universeller Rohstoff dient und durch negative Propaganda in den 30iger Jahren Verruf geriet. So wurde die nützliche Pflanze lange Zeit nur mehr mit der berauschenden Wirkung in Zusammenhang gebracht und der Anbau sogar gesetzlich unter Strafe gestellt. Dabei ist es eine Tatsache, dass von den Hanfsamen bis zu den Schäben alles verwertet werden kann und so viel Kraft und Energie in der ältesten Kulturpflanze steckt, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen.
Beginnen wir bei den Hanfsamen, die alle lebensnotwendigen Inhaltsstoffe mitbringen und schon im alten China als gesundes Nahrungsmittel dienten, da sie ein Kraftpaket aus Vitaminen, Mineralstoffen, essentiellen Aminosäuren und hochwertigen Fettsäuren darstellen. Das aus den Hanfsamen gepresste Hanföl genießt nicht umsonst den Status eines der besten Pflanzenöle zu sein, da es den höchsten Gehalt an essentiellen Fettsäuren aufweist. Noch dazu ist Hanföl das einzige heimische Pflanzenöl, das als Lieferant für die kostbare GLA (Gamma Linolensäure) fungieren kann, was auch die Kosmetikindustrie inzwischen erkannt hat.

Weiter geht es mit den Resten aus der Hanfölgewinnung, die optimal als hochwertiges Futtermittel verwertet werden. Die Pflanzen, die aus den Hanfsamen wachsen, liefern uns robuste und widerstandsfähige Fasern, die nicht nur in der Textilindustrie Verwendung finden, sondern auch Plastik und Metall ersetzen können. Kaum jemand weiss, dass in vielen Fahrzeugen inzwischen Hanf in Form von Innenauskleidungen, Kofferraumauskleidungen, Kopfstützen und Getriebeteilen zu finden ist. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen braucht Hanf keine chemischen Dünger und keine Unkrautvernichter und schont somit unsere Umwelt. Hanf wächst schnell nach und könnte auch der massiven Abholzung unserer Urwälder entgegenwirken, wenn der Einsatz von Hanfpapier als Ersatz für „Raubbaupapier“ verstärkt zum Tragen käme. Denn 40 % der weltweiten Abholzung der Urwälder gehen aufs Konto der Papierindustrie, die gleichzeitig für eine massive Vergiftung der Böden und des Grundwassers verantwortlich ist, bedingt durch die Zelluloseherstellung und die Zellstoffbleichung.

Noch nicht genug, gewinnt Hanf in der modernen Medizin immer mehr an Bedeutung, da viele Forscher sich inzwischen mit der therapeutischen Wirkung beschäftigen und das bestätigen, was Kräuterexperten schon im alten China beschrieben.

Zu guter Letzt kommen wir zu einem gewichtigen Punkt, der in Anbetracht der globalen Zerstörung unserer Lebensgrundlage nicht zu unterschätzen ist: Hanf als umweltschonender Energieträger mit einer ausgeglichenen C02-Bilanz – natürlich im Sinne der Nachhaltigkeit!

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