In Hamburg greifen immer weniger Menschen zu harten Drogen. Seit 2001 sei die Zahl der Erstkonsumenten von Heroin, Kokain oder Ecstasy um 36 Prozent gesunken. Das geht aus einer Statistik der Hamburger Gesundheitsbehörde hervor, die sich auf Erhebungen der Polizei stützt. Ein massiver Rückgang war bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren zu verzeichnen.
“Das ist keine Entwarnung. Das ist eine Umstellung”, sagte Prof. Rainer Thomasius, Leiter der Drogenambulanz am UKE, zu den Zahlen. Bei den jungen Menschen gebe es einen Trend zu weichen Drogen wie Cannabis oder auch zum Mischkonsum von Cannabis und Amphetaminen. Das Einstiegsalter für den Cannabiskonsum sei im vergangenen Jahrzehnt von 17 auf durchschnittlich 15 Jahre gesunken.
Auch Werner Pietsch, Koordinator der Beratungsstellen beim Hamburger Verein “Jugend hilft Jugend”, bestätigte den Trend weg von harten Drogen. “Da stellt sich eine Wandlung dar”, sagte er. Die vorgelegten Zahlen müssten aber relativiert werden, da die Statistik nur polizeilich erfasste Erstkonsumenten aufführe. dpa

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