Bereits im 23. Jahrhundert vor Christus war Hanf im alten China bekannt. Er wurde damals bereits als Heilpflanze erkannt und eingesetzt. Später wurde auch seine Eignung für die Erzeugung von Fasern und somit auch von Textilien entdeckt. Langsam kam das Wissen über die Kulturpflanze und deren Verarbeitung auch in unsere Breiten.

So wurde zum Beispiel auch die Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier gedruckt.

Auch Hildegard von Bingen wusste bereits über die Wirkungen von Hanf bescheid:

 

Der Hanf ist warm, und wenn die Luft weder sehr warm noch sehr kalt ist, wächst er, und so ist auch seine Natur, und sein Same enthält Heilkraft, und er ist für gesunde Menschen heilsam zu essen, und in ihrem Magen ist er leicht und nützlich, so dass er den Schleim einigermaßen aus dem Magen wegschafft, und er kann leicht verdaut werden, und er vermindert die üblen Säfte und macht die guten Säfte stark.

Aber wer im Kopfe krank ist und ein leeres Gehirn hat und Hanf isst, dem bereitet dies leicht etwas Schmerz im Kopf. Jenem aber, der einen gesunden Kopf hat und ein volles Gehirn im Kopf, dem schadet er nicht.

Wer aber einen kalten Magen hat, der koche Hanf in Wasser und, nach dem Ausdrücken des Wassers, wickle er es in ein Tüchlein. Und er lege es so warm oft auf den Magen, und das stärkt ihn und bringt ihn wieder in seinen Zustand.

Ein aus Hanf gefertigtes Tuch ist gut zum Verbinden der Geschwüre und Wunden, weil die Wärme in ihm mäßig ist.

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen

 

Nicht nur die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika war auf Hanfpapier geschrieben, auch die Sklaven die nach Amerika verschifft wurden waren in Hanffasertuch gekleidet. Sie brachten auch die Samen mit, als Existenzgrundlage.

Auch in unseren breiten gab es die Pflanze seit je her, sie wurde nur immer wieder vergessen.

So entdeckten die Engländer Cannabis in Indien, die Franzosen in Afrika wieder.

Nachdem Napoleon von einem Attentäter angegriffen wurde, der Haschisch geraucht hat ließ dieser Haschisch in Ägypten verbieten.

Im 19. Jahrhunderts bestanden Tau- und Schiffwerks vor allem aus Hanf. Dieser Trend hielt bis in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts an.

Auch die original 501 von Levis Strauss war aus Hanf und daher besonders strapazierfähig.

So wie es aussieht, wurde nach der Prohibitionsaufhebung von Alkohol 1930, um Arbeitslose unter den Drogenfahndern zu vermeiden, alles daran gesetzt Marihuana und somit den Hanf zu verbieten. Dieses Verbot wurde bis in die Vereinten Nationen hineingetragen.

Die Verteufelung der in keinster Weise bedenklichen und schon gar nicht gesundheitsschädlichen Pflanze hält in vielen Kreisen bis in die heutige Zeit an, da die psychoaktive Wirkung mancher Blüten von Millionen als Rauschmittel verwendet wird.

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