DARMSTADT. Hans Söllner kommt wieder nach Darmstadt. Der bayrische Liedermacher, der seit 28 Jahren mit bissigen Liedern und Monologen die Konzerthallen füllt, spielt am 28. März in der Centralstation. Mit Mundharmonika und Akustik-Gitarre wettert er derb gegen Politiker, tritt für Frieden, Toleranz und die Freigabe von Marihuana ein. Er verkörpert den Typus des ewigen Rebellen.

 

In seiner Jugend fliegt „die Sau aus Berchtesgaden“ (Söllner über Söllner) – im konservativen Bad Reichenhall aufgewachsen – wegen seiner langen Haare aus dem Trachtenverein. Den Wehrdienst quittiert er nach drei Monaten mit der Bemerkung: „Lieber den Behinderten den Arsch wischen als den Blöden in denselbigen kriechen“. Der Vegetarier und Pazifist propagiert: „Ich habe das Hanfverbot für mich abgeschafft“. Lieder wie „Mei Vadda hat an Marihuana-Baum“ werden Kult. Söllner tritt aus der katholischen Kirche aus und bekennt sich zur Rastafari-Religion.

In Darmstadt stellt er unter anderem die Songs seines aktuellen Albums „Viet Nam“ vor, in dem er gegen Missstände mault, aber auch musikalisch neue Akzente setzt: Mit Akkordeon, Klassikgitarre, Trompete und Saxofon sind andere Klänge zu vernehmen, als man sie von Reggae und von Söllner erwartet. Doch auch die Klassiker und typischen Anekdoten aus seinem bewegten Leben kommen sicher nicht zu kurz.

Am Freitag (28.) spielt Hans Söllner mit seiner Band Bayaman Sissdem in der Darmstädter Centralstation.

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