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Hier erfahrt ihr alles rund um das Thema Hanf

Kategorie: Rohstoff Hanf (Seite 1 von 3)

Wachsende Nachfrage nach europäischen Hanffasern:

Ein nachhaltiger Rohstoff für bio-basierte Verbundwerkstoffe

Historisch gesehen war Hanf über 2.000 Jahre lang ein bedeutsamer Rohstoff für die Industrie. Hanffasern wurden für technische Textilien wie Seile, Taue, Feuerwehrschläuche und Schiffssegel ebenso eingesetzt wie für Bekleidungstextilien und Papier. In den 1990er Jahren wurde Hanf als wichtiger Rohstoff für bio-basierte Produkte in einer nachhaltigen Bioökonomie weltweit wiederentdeckt und erfreut sich seitdem einer wachsenden Nachfrage. Wichtigste Anbau- und Produzentenregionen sind Europa und China, wichtigste Anwendungen sind Bio-Verbundwerkstoffe (naturfaserverstärkte Kunststoffe) sowie Bau- und Dämmstoffe. Gerade der Bereich der Biowerkstoffe zeigt große, noch nicht erschlossene Marktpotenziale, sowohl zur Verstärkung Erdöl-basierter Kunststoffe, zunehmend aber auch zur Verstärkung bio-basierter Kunststoffe.

Erfolgsstory Automobilindustrie: Aktuelle Trends und neue Anwendungen
Im Jahr 2005 – neuere Daten liegen nicht vor – wurden in der deutschen Automobilindustrie 30.000 t (EU: 40.000 – 50.000 t) Naturfaser-Verbundwerkstoffe eingesetzt (ohne Holz) und hierzu ca. 19.000 t (EU: 30.000 t) Naturfasern benötigt. Zum Einsatz kamen europäischer Flachs (ca. 65%) und Hanf (ca. 10%), die übrigen 25% wurden durch Importe aus Asien (Jute, Kenaf, Kokosfasern, Abaca) gedeckt. Naturfaser-Formpressen, mit einem Anteil von 95% die dominante Verarbeitungstechnologie, ist ein etabliertes und bewährtes Verfahren zur Produktion großflächiger, leichter und hochwertiger Innenraumbauteile in Mittel- und Oberklassewagen.

Die Vorteile (Leichtbau, Crashverhalten, Formbeständigkeit, Kaschierbarkeit, je nach Gesamtkonzept auch Preis) und Nachteile (begrenzte Form- und Designgebung, Stanzabfälle, Kostennachteile bei hoher Teile-Integration im Bauteil) sind wohlbekannt. Optimierungen des Prozesses sind im Gange, um bestimmte Problemfelder wie Stanzabfälle zu reduzieren und Abfälle zu recyceln. Mit modernem One-Shot-Formpressen können auch direkt weiche Oberflächen integriert werden, was im Spritzguss bislang nicht möglich ist.

Zwischen 2005 und 2009 stagnierte der Einsatz von Naturfasern in der europäischen Automobilindustrie, in Deutschland ging er sogar leicht zurück, nachdem er zwischen 2000 und 2005 jährlich zweistellig gewachsen war. Seit 2009 ist aber wieder eine wachsende Nachfrage zu verzeichnen: Neue Modelle fast aller Automobilkonzerne, die dieses oder nächstes Jahr auf den Markt kommen, haben wieder deutlich mehr Innenteile mit Naturfaserverstärkung. Dies liegt zum einen an der hohen Reife der Materialien, die sich in der Praxis seit Jahren bewährt haben, zum anderen aber auch an dem wachsenden Interesse der Automobilindustrie an Biowerkstoffen und Leichtbau – bei beidem können Naturfaserbauteile punkten. Zudem konnten in den letzten Jahren gerade beim Formpressen weitere Kosten- und Gewichtsreduzierungen erzielt werden.

Zudem zeichnen sich neue Trends ab: Die Automobilhersteller wollen Biowerkstoffe nicht nur verwenden, sondern sie auch ihren Kunden zeigen. Während bislang Naturfaserbauteile unter einer Kaschierung verschwanden und damit für den Kunden unsichtbar wurden, werden bald schon Fahrzeuge auf den Markt kommen, welche die Naturfasern unter transparenten Folien oder Lacken zur Schau stellen, bzw. ganz neue Oberfächeneffekte generieren. Ein weiterer Trend geht dahin, auch die Kunststoffmatrix bio-basiert zu produzieren, d.h. Innenraumteile aus PLA oder Bio-PP in Kombination mit Naturfasern herzustellen. Während solche 100% bio-basierten Compounds in Japan schon bald in den Autos zu finden sein werden, dürfte dies in Europa noch etwas dauern.

Mit wieder steigender Nachfrage, neuen Konzepten und Unterstützung seitens der Politik für bio-basierte Produkte könnte bis 2015 in Europa ein Absatz von 40.000 bis 50.000 t Naturfasern in der europäischen Automobilindustrie entstehen, mindestens 10 bis 20% hiervon könnten mit europäischem Hanf gedeckt werden.

Dämmstoffe und viele weitere Anwendungen
Die zweite Erfolgslinie sind Hanfdämmstoffe, von denen in der EU etwa 3.000 bis 4.000 t jährlich produziert und am Markt platziert werden. Wichtigste Produzenten bzw. Anwender sind Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Eigenschaften der Hanfdämmstoffe sind sehr gut und werden von den Kunden geschätzt. Größere Absatzmärkte werden nur durch den relativ hohen Preis gegenüber Mineralfaser-Dämmstoffen erschwert. Hier können nur geeignete wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen helfen.

Neben der Automobil- und Bauindustrie gibt es zahlreiche kleinvolumigere Anwendungen wie Akten- oder Instrumentenkoffer, diverse Konsumartikel (z.B. Briefwaagen, Ladegeräte, Spielwaren) oder Schleifscheibenträger und Urnen. Letzere sind ein Beispiel für ein 100% bio-basiertes Produkt: Die Urnen werden aus Hanffaser-verstärkter PLA produziert und sind vollständig biologisch abbaubar.

Bei den genannten Beispielen spielt – neben dem schon erwähnten Formpressen – das Spritzgießen eine wichtige Rolle. Die zunehmend bessere Verfügbarkeit hochwertiger Naturfaser-Spritzguss-Granulate wird hier schnell weitere Anwendungen erschließen.

Neue Aufschlussprozesse
Seit einigen Jahrzehnten wird in der EU und Nordamerika intensiv an neuen Aufschlussverfahren für Flachs- und Hanffasern geforscht, um Naturfasern neue, hochpreisige Anwendungsfelder erschließen zu können. Zwei herausragende Technologien, die kurz vor ihrer kommerzieller Umsetzung stehen und bereits heute modifizierte Hanffasern in der Größenordnung von einigen hundert Tonnen pro Jahr produzieren: Zum einen der Crailar- Prozess aus Kanada, der auf den Einsatz von Hanffasern in der Textilindustrie zielt, und zum anderen der Ultraschallaufschluss der Firma Ecco-Gruppe aus Deutschland, der auf hochwertige technische Fasern ausgerichtet ist.

Verfügbarkeit und Preisentwicklung bei Naturfasern – Chance für europäischen Hanf?
Während sich der technische Naturfasermarkt weltweit nach oben bewegt, stellt sich die Frage nach Preisen und Versorgungssicherheit. In wichtigen asiatischen Anbauländern können die Anbauflächen für Jute und Kenaf nicht erweitert werden, da eine erhebliche Flächenkonkurrenz mit anderen Nutzungen besteht. Besser sieht es bei Sisal aus, hier ist eine Ausweitung der Anbauflächen in trockene Regionen Afrikas und Südamerikas möglich, in denen kaum andere Kulturen angebaut werden können. Aber auch die europäische Produktion steht unter Druck: Die Anbauflächen von Flachs sinken aufgrund starker Flächenkonkurrenz zur geförderten Bioenergie sowie der Abhängigkeit von Exporten nach China, das weniger textile Flachslangfasern abnimmt. Beim Hanf sind dagegen Ausweitungen der Anbauflächen möglich, sofern ähnliche Renditen wie im Lebens- und Futtermittelbereich bzw. bei Energiepflanzen erzielt werden können. Auch in China wachsen die Anbauflächen für Hanf, der dort vor allem Baumwolle im Bekleidungstextilbereich ersetzen soll.

Im Dezember 2009 verhängte Bangladesh erstmalig einen Exportstopp für Jutefasern, der erst im Februar 2010 für bestimmte Qualitäten wieder teilweise aufgehoben wurde. Gründe für das Embargo waren drei Jahre mit schlechten Ernten und eine steigende Nachfrage aus insbesondere Indien (Verpackungen) und China (u.a. Verbundwerkstoffe), wodurch der Juteindustrie in Bangladesh der Rohstoff auszugehen drohte. Infolge des Embargos stiegen die Jutepreise um 50 bis 100%. Zur selben Zeit stiegen auch die Sisalpreise auf Grund einer schweren Dürre in Ostafrika.

Jute und Kenaf werden zu 80% in asiatischen Verpackungen (Säcke) verwendet, Sisal vor allem als Taue und Erntebänder. Naturfaser-Verbundwerkstoffe stellen demgegenüber noch kleine Märkte dar, die relativ leicht bedient werden können.

Der allgemeine Trend zur Dynamisierung der Agrarmärkte hin zu volatilen Preisen aufgrund schneller Reaktionen der Landwirte auf Nachfrage- und Renditeänderungen und lokalen Flächenengpässen, verstärkt durch Spekulanten, erreicht nun auch die Welt der Naturfasern. Lange Zeit waren die Preise, verglichen mit anderen Agrarprodukten oder Erdöl, recht stabil. Es wird aber auch zukünftig erwartet, dass Naturfasern für Non-wovens und Spritzguss preislich unter (deutlich) 1 €/kg bleiben werden, so dass sie für Verbundwerkstoffe interessant bleiben.

Die Grafik zeigt die Preisentwicklungen für wichtige Naturfasern und im Vergleich die Preisentwicklung bei Erdöl und Polypropylen. Eine besonders hohe Preisstabilität zeigen europäische Flachs- und Hanfkurzfasern, die nach einer langen Phase der Preiskonstanz nur moderate Preissteigerungen erfuhren und nun aktuell wieder eine hohe Preiskonstanz aufweisen. Insgesamt stiegen die Preise für Flachs- und Hanfkurzfasern innerhalb von sieben Jahren um weniger als 10%.

Alles in allem: Spannende Zeiten für den europäischen Hanf, der bei geeigneten Rahmenbedingungen ein erhebliches Wachstumspotenzial besitzt.

Quell: nachwachsende-rohstoffe.info

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Hanf – die Renaissance einer besonderen Pflanze

Immer mehr Menschen interessieren sich wieder für eine Pflanze, die uns schon seit Jahrtausenden als universeller Rohstoff dient und durch negative Propaganda in den 30iger Jahren Verruf geriet. So wurde die nützliche Pflanze lange Zeit nur mehr mit der berauschenden Wirkung in Zusammenhang gebracht und der Anbau sogar gesetzlich unter Strafe gestellt. Dabei ist es eine Tatsache, dass von den Hanfsamen bis zu den Schäben alles verwertet werden kann und so viel Kraft und Energie in der ältesten Kulturpflanze steckt, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen.
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Wie Wird eine Cannabis Pflanze geklont?

Clonen von Cannabis Pflanzen
Wer hat gesagt, das Schaf Dolly das erste geklonte leben war? Seit über 30 Jahren, arbeiteten die indoor Cannabis Züchter an der Klonen Technologie, mit einer ihrer Theorien gelang es innen ihre Ernte zu verbessern , bei der Erschaffung dieser Theorie kamen am Ende wunderbar produckte zum Vorschein. In Laufe der Zeit konnte man verschiedene Geneticken machen und die Geschmacksrichtungen konnte man ohne Probleme auch variieren. Die neue eindrückcke Setzten sich auch in der Medizin durch und klonen war trennt, Dar man alles ohne zusätzliche Intervention machen konnte man benötigte nur ein wenig Natur und ein Skalpell. Heute möchten wir ihnen gerne diese Technik zeigen für die weiter Erhaltung dieser wunder schönen Cannabis Sativa pflanze Genetik auch wenn sie der eine oder andere auch missbraucht.

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Hanf – Artikel

Hanfsamen und Hanföl – Die grüne Kraftquelle aus der Natur

So klein uns gleichzeitig voller lebenswichtiger Nährstoffe für Mensch und Tier sind die Hanfsamen. So sind die Nussfrüchte voll gepackt mit allen essentiellen Aminosäuren stellen also eine hochwertige Proteinquelle dar! Zusätzlich enthalten Hanfsamen alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe und gelten durch das enthaltene Öl als Lieferant für die wichtigen essentiellen Fettsäuren. Diese Erkenntnis ist nicht neu, denn schon im Mittelalter wussten die Bauern, dass sie durch Hanfsamen besser gegen Seuchen gewappnet sind. In Form einer Hanfsuppe dienten Hanfsamen als Kraftquelle für arme Bürger, was die Adeligen naserümpfend ablehnten – sehr zu ihrem Nachteil, wenn es um Krankheiten wie z.B. die Pest ging.Auch die berühmte Naturforscherin Hildegard von Bingen war fasziniert von der heilsamen Wirkung die von Hanf ausging und empfiehl Hanfsamen gegen viele Beschwerden. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen haben ebenso ergeben, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Hanfsamen Herz- und Kreislauferkrankungen minimiert werden können. Für Vegetarier sind die Nussfrüchte ebenso eine Bereicherung, da sie nur mit einer Handvoll täglich alle wichtigen Proteine und Fettsäuren bekommen.

Genauso gesund und hochwertig ist das aus Hanfsamen gepresste Hanföl, das zu den besten Pflanzenölen der Welt gezählt wird. Das tiefgrüne Hanföl besticht durch den höchsten Gehalt an essentiellen Fettsäuren, die in der Pflanzenwelt zu finden ist und liefert zudem noch als einziges heimisches Pflanzenöl die wertvolle Gamma Linolensäure. Diesen Vorteil nutzt die Kosmetik-Industrie immer mehr, da Hanf-Öl als preisgünstigste ökologische Quelle für GLA dient! Die beliebte Naturkosmetikfirma Bodyshop ist der größte Abnehmer derzeit! Eine große Pro-Hanf- Kampagne von Bodyshop soll den Ruf des natürlichen Rohstoffes wieder rehabilitieren.

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung ist Hanföl eines der gesündesten Speiseöle! Geschätzt durch seinen nussigen Geschmack bereichert Hanföl den Speiseplan als Salatöl oder Beigabe in diversesten Speisen. Hanföl wird ausschließlich zum Dämpfen oder Dünsten verwendet – die essentiellen Fettsäuren sollen ja nicht verloren gehen! Menschen, die einen hohen Cholesterinspiegel haben, sollten zu Hanföl greifen, da der hohe Gehalt an Phytosterinen dafür sorgt, dass der Cholesterinspiegel gesenkt wird. Es wird Zeit, Hanf wieder als das zu sehen, was es wirklich ist – eine hochwertige Pflanze mit lebensnotwendigen Inhaltsstoffen und ein schnell nachwachsender Rohstoff für eine vernünftige ökologische Lebensweise!

Hanf – die Renaissance einer besonderen Pflanze

Arnold Schwarzenegger Legalized

Arnold Schwarzenegger Legalized

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Hanf als Genussmittel

 

Seit mindestens 10.000 Jahren kennen und nutzen die Menschen Hanf. Schon früh bemerkten sie, dass sie nach dem Verzehr seiner Blüten auf merkwürdige Weise ausgelassen und entspannter wurden. Bis heute konsumieren Millionen Menschen in aller Welt Hanf als Genussmittel.

a) Einführung, Übersicht

Der Gebrauch von Cannabis als Genussmittel gehört zu den ältesten Rauscherfahrungen der Menschheit. Heute schätzt man die Zahl der gelegentlichen Cannabiskonsumenten allein in Deutschland auf mindestens drei Millionen. Cannabis ist die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegalisierte Droge. Gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfreut sie sich wachsender Beliebtheit.

Dabei existiert seit Mitte des letzten Jahrhunderts ein nahezu weltweites Verbot von Hanf als Rauschmittel. Im Namen des von den USA ausgerufenen “War on Drugs” werden Cannabiskonsumenten in aller Welt verfolgt, eingesperrt, ihrer Existenz beraubt, ja sogar getötet. Trotz Millionen friedlicher Cannabiskonsumenten entbrannte ein erbitterter Kampf gegen diese vergleichsweise harmlose Droge.

Der Krieg gegen Drogen hat auch für Nicht-Konsumenten verheerende Folgen. So verschwand in kaum 50 Jahren das vieltausendjährige Wissen um eine der ältesten Kulturpflanzen fast völlig, Kranken wird Linderung ihrer Leiden vorenthalten um sie vor konstruierten Gefahren zu bewahren… Nicht zuletzt wurde eine gewachsene Kultur um Rauschhanf ersetzt durch Verfolgungsdruck, dunkle Hinterzimmer und Schwarzmarkthändler. Diese Politik schadet nicht nur ihren direkten Opfern, sondern allen Menschen!

Nach mehr als einem halben Jahrhundert Prohibitionspropaganda sind Cannabiskonsumenten und deren Angehörige schlechter über die Rauschpflanze Hanf informiert als noch ihre Grosseltern. Dabei ist das Wissen um Wirkungen und Nebenwirkungen von Cannabis die beste Vorbeugung gegen Missbrauch und Sucht.

b) Wirkstoff und Wirkung

Berauschender Hanf hat viele Namen. Cannabiskonsumenten sprechen von Dope, Gras, Ganja, Piece… So verwirrend diese Namensvielfalt für Außenstehende sein mag, letztlich unterscheidet man zwei Erscheinungsformen von Rauschhanf:

Marihuana sind die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanze. An Drüsenhaaren auf diesen Blüten sitzt das “Harz” der Pflanze, mit seinen hohen Konzentrationen von THC und CBD. Marihuana ist je nach Qualität, Herkunft und Trocknungsgrad grün bis bräunlich. Marihuana ist eigentlich das spanische Wort für Hanf.

Haschisch ist das gesammelte und meist gepresste Harz der Hanfpflanze. Je nach Qualität und Herstellungsmethode schwankt seine Farbe von hellem grau-braun bis zu mattem schwarz. “Haschisch” ist eigentlich arabisch und bedeutet Kraut. Anders als bei uns bezeichnet man mit Haschisch in den arabischen Ländern bis Heute die gesamte Hanfpflanze, nicht nur das gepresste Harz.

Die berauschende Wirkung von Hanf beruht auf seinen Cannabinoiden. Insbesondere dem THC wird dabei ein Großteil der Effekte zugeschrieben. Marihuana enthält zwischen 3 und 15 Prozent THC. Bei einzelnen Züchtungen wurden auch THC-Werte um die 20% gemessen. Der THC-Gehalt von Haschisch schwankt immens, ist aber in der Regel höher, als der von Marihuana. Zwischen 5% und über 50% wurden gemessen. Durch spezielle Veredelungsverfahren kann man aus Marihuana so genanntes Haschöl gewinnen, welches THC-Konzentrationen von bis zu 90 Prozent haben kann. Je höher die Wirkstoffkonzentration umso schwerer fällt die Dosierung, so das Cannabiskonsumenten in aller Regel Marihuana und Haschisch Haschöl vorziehen.

Rauschhanf wird gewöhnlich geraucht. Die Wirkung setzt bei dieser Konsumform nach ca. 5- 10 Minuten ein und hält je nach Dosis zwei bis vier Stunden an. Cannabis kann aber auch gegessen bzw. getrunken werden. Die Wirkung setzt dabei erst nach 40- 60 Minuten ein und hält bis zu 10 Stunden an. Cannabis wirkt euphorisierend und kann in hohen Dosen Halluzinationen auslösen. Konsumenten berichten von einer Verstärkung von Sinneseindrücken und Empfindungen, während Leistungs- und Konkurrenzdruck an Bedeutung verlieren. Das Zeitgefühl ist unter dem Einfluss der Droge verändert, oft scheint die Zeit langsamer zu vergehen.

c) Nebenwirkung und Gefahren

Wie bei allen Drogen birgt auch der Konsum von Cannabis Risiken. Diese sind jedoch weit weniger umfangreich, als noch vor wenigen Jahren befürchtet.

Reale Risiken des Cannabiskonsums erklären sich überwiegend aus den akuten Wirkungen der Cannabinoide und klingen mit dem Ende des Rauschzustandes schnell ab. In der Medizin werden oft eben diese Effekte für die Therapie genutzt. Konsumenten berichten von folgenden “Nebenwirkungen”: gerötete Augen (gesenkter Augeninnendruck), erhöhtes Hungergefühl, Konzentrationsschwierigkeiten, Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses/ Vergesslichkeit, leichte motorische Störungen, Schlafstörungen, Reizüberflutung. Unter Umständen kann es zu so genannten “toxischen Psychosen” kommen. Diese äußern sich z.B. in Gefühlen wie, die Wirkung hört nie wieder auf, alle sprechen über mich/gucken mich an; oft begleitet von Angstzuständen. Auch die Konsumform spielt bei der Risikobewertung eine Rolle, so steht z.B. das Rauchen von Cannabis im Verdacht krebserregend zu sein.

Abhängigkeit* – Im Gegensatz zu vielen Rauschmitteln sind bei Cannabis nur geringe Gewöhnungseffekte und organische Auswirkungen bekannt. Der Konsumverzicht ist deshalb auch nicht von nennenswerten Entzugssymptomen begleitet. Eine körperliche Abhängigkeit vom Wirkstoff THC, existiert nicht! Allerdings geht man heute davon aus, dass bei 1-3 Prozent der Konsumenten eine psychische Abhängigkeit besteht. Das Risiko einer Cannabisabhängigkeit ist umso größer, je früher der erste Konsum erfolgte.

Überdosis – Die Toxizität von Cannabis ist im Vergleich mit anderen Rauschmitteln äußerst gering. Eine letale (tödliche) Dosierung wurde zwar aus dem Tierversuch errechnet, ist aber praktisch nicht zu erreichen. In den mehr als 10.000 Jahren die Menschen dieses Rauschmittel konsumieren, ist noch Niemand an Hanf gestorben.

Viele der “Gefahren” die angeblich von Cannabis ausgehen erwiesen sich bei wissenschaftlicher Überprüfung als Propagandalügen. So gilt Cannabis heute nicht mehr als Einstiegsdroge, es führt weder zu Unfruchtbarkeit, noch verursacht es Hirnschäden. Auch ein von Cannabis begünstigtes Amotivationssyndrom konnte nicht nachgewiesen werden.

* Der Begriff “Sucht” wird im Zusammenhang mit Rauschmitteln im wissenschaftlichen Rahmen nicht mehr verwendet.

d) Warum Legalisieren

Seit 10.000 Jahren nutzen die Menschen Hanf. Dennoch wurde diese alte Kulturpflanze im vergangenen Jahrhundert verboten. Nicht die Forderung nach Legalisierung von Hanf gehört also als außergewöhnliche Idee auf den Prüfstand, sondern das geschichtlich gesehen relativ kurze Experiment “Kriminalisierung”.

Das Hanfverbot sollte die Konsumenten vor Gefahren schützen, von denen wir heute wissen, dass sie nicht im behaupteten Umfang bestehen. Cannabiskonsum führt weder zu körperlichen Schäden, noch ist er der Einstieg in eine Suchtmittelkarriere. Noch nie starb ein Mensch an einer Cannabisüberdosis, dennoch werden beinahe täglich Todesurteile oder lebenslange Freiheitsstrafen für den Besitz von Hanf verhängt.

Quasi nebenbei wurde der Menschheit die Nutzung einer der vielseitigsten Nutzpflanzen verboten. Auch nach der Wiederzulassung von “THC-armem” Hanf in der EU bestehen immense Schranken für seine Nutzung. So müssen interessierte Bauern hohe bürokratische Hürden nehmen um eine Anbaugenehmigung zu erhalten. Noch immer ist der Anbau sogar rauschunwirksamer Sorten in vielen Ländern, z.B. der USA, verboten.

Das Hanfverbot behindert die technische Weiterentwicklung von hanfverarbeitenden Maschinen ebenso wie die medizinische Forschung an einer der ältesten Heilpflanzen. Beinahe täglich sterben Menschen, weil ihnen die lebensrettende Medizin Cannabis vorenthalten wird.

Die vollständige Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel ist längst überfällig. In den 70 Jahren Hanfverbot wurde keines der Ziele dieses Gesetzes erreicht!

Heute konsumieren mehr Menschen Cannabis als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt der Geschichte. Cannabis kann von den meisten in ihrem Umfeld problemlos erworben werden. Gerade junge Menschen werden darüber hinaus vom Verbot geradezu zum Konsum verleitet.
Auf der anderen Seite müssen Bauern und Verarbeiter noch immer gegen das Image von Hanf als Killerdroge ankämpfen. Manche innovative Hanfanwendung scheitert bis heute am unmöglichen staatlichen Spagat zwischen Drogenkrieg und Wirtschaftsförderung.

Es ist an uns, den historischen Fehler Hanfverbot zu revidieren – Hanf muss wieder legal werden!

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