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Hier erfahrt ihr alles rund um das Thema Hanf

Kategorie: Hanf in der Geschichte (Seite 2 von 4)

Eine Geschichte von Kriegen, Kolonialismus und Petrochemie

Entsprechend der Bedeutung des Hanfs für die Textil- und Papierindustrie und die Kriegsmarine wurde dieser zu einem wertvollen und umkämpften Handelsgut. Das zaristische und später auch das kommunistische Russland war jahrhundertelang der größte Hanfproduzent und deckte 80 % des Bedarfs der westlichen Welt. Der Rohstoff wurde mit Zöllen belegt und war Gegenstand der damaligen Handelskriege. Napoleons Kontinentalsperre schnitt Großbritannien vom Hanf ab und zwang die Kolonialmacht zur Suche nach Alternativen. Aus praktisch kostenlosen oder sehr billigen Rohstoffen in den Kolonien erwuchs der bedeutendsten aller Faserpflanze plötzlich pflanzliche Konkurrenz: Jute aus Indien, Baumwolle aus Ägypten und Holz überall aus den Tropen konnten mit Hilfe neuer Technologien und Maschinen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Hanfes ersetzten.
Es entstand dem Hanf aber in erster Linie chemische oder genauer gesagt petrochemische Konkurrenz in Form von Kunststoffen und synthetischen Pharmazeutika.
1937 hatte der amerikanische Chemie- und Rüstungskonzern Du Pont neben Nylon auch die Holzzellstoffverarbeitung patentieren lassen. Ähnliche Interessen vertrat der deutsche Partner IG-Farben, der in den Kriegsjahren mit zahlreichen Tochterfirmen sehr gute Geschäfte machte. 1937 begann in Amerika die Hanfprohibition. Große amerikanische Öl- und Pharmakonzerne fürchteten das unvorstellbar große ökonomische Potenzial der Hanfpflanze. Um ihre eigenen Interessen durchzusetzen und ihre Märkte der Zukunft zu sichern, wurde fortan alles getan um die multifunktionelle Kulturpflanze zu verunglimpfen und langfristig zu verbieten.
Es folgten Jahrzehnte der Lügen und Verleumdungen, rassistische Hetzkampagnen und Gefängnisstrafen für hundertausende von Amerikanern. Dies hat sich bis auf den heutigen Tag nicht geändert.

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Dass Benjie wirklich lange dabei

Dass Benjie wirklich lange dabei ist, merkt man, wenn man ihn fragt, wie alles angefangen hat:
„Abgesehen von den üblichen Musik-Angeboten in der Schule, habe ich mit 12 so einen Amiga-Spielecomputer bekommen. Dazu gab es eine Kiste mit Programmen, wo auch mehrere Musikprogramme dabei waren. Damit rumzuprobieren hat mir mehr Spaß gemacht, als irgendwelche anderen Spiele zu zocken. Mir wurde dann schnell klar, dass ich auch Gesang dazu brauche, denn ich wollte, dass sich meine Musik so anhört wie die im Radio.“
Benjie, der mit „Ganja Smoka“ 2000 eine der ersten Hymne im deutschen Reggae rausbrachte: „Egal ob Jugendlicher, Skater oder S-Klasse Cruiser, ob Pokalgewinner oder hoffnungsloser Looser, die Menschheit raucht Gras quer durch die Bank, wir sind nicht alle kriminell, und schon gar nicht alle krank.“ (aus Ganja Smoka). 2001 brachte er mit „Das Dickste“ den nächsten Partykracher: “Das Dickste was dein Auge je gesehen hat, Bushment jetzt auch in deiner Stadt, da kriegste fette Raggabeats satt, kein BumBum ….“

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“eine kleine Geschichte des Hanf”:

Hanf wurde in China schon seit langem genutzt. Er lieferte den Chinesen nicht nur wohlschmeckende und nahrhafte Samen, auch die Stengel mit ihren besonders langen und nahezu unverwüstlichen Fasern wußte man schon früh zu schätzen. Bereits im Shen nung pen Ts’ao king, einem vermutlich ungefähr zu Beginn unserer Zeitrechnung verfaßten chinesischen medizinischen Text, beschreibt der Autor, wie Hanf als Heilmittel gegen Malaria, Rheuma und viele andere Unpäßlichkeiten eingesetzt werden kann.

Über Indien und die antiken Hochkulturen im heutigen Irak trat der Hanf seinen Weg um die Welt an. In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg. Aus der Gegend des heutigen Litauen stammen Funde von Hanfsamen (aus der Zeit) ca. 2500 v. Chr. und eines Hanffadens ca. 2300 v. Chr.

… Kleidung aus Hanfgewebe wird von Herodot (450 v. Chr.) erwähnt. Hanf und Flachs waren lange Zeit die wichtigsten Faserpflanzen Europas. Plinius der Ältere schreibt, daß Hanf Schmerzen lindere, und Pedanios Dioscurides berichtet von der Wirksamkeit des Saftes der Hanfsamen gegen Ohrenschmerzen. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit wurden auf Hanf Mittel zur Linderung von Wehenkrämpfen und nachgeburtlichen Schmerzsymptomen gewonnen.

 

quelle:  adelinde

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Assassinen

 

Burg Masyaf, Burghof

 

Burg Masyaf, Gesamtansicht

 

Burg Masyaf, Supraporte

Die Assassinen (über den umgangssprachlichen Plural hasch?schiyy?n von arabisch hasch?sch ???? Kräuter, Gräser, Hanf (Cannabis sativa) waren eine legendenumwobene militante ismailitische Sekte des Mittelalters im Orient, die durch Berichte von Kreuzfahrern und später durch Reisende wie Marco Polo in Europa bekannt wurde. Er schildert sie als Sekte, die Haschisch konsumiert und orgiastische Feste feiert und Dolch- und Giftmorde an hochgestellten Persönlichkeiten verübt. Die Zeit ihres Wirkens ist auf die Jahre zwischen 1080 und 1270 einzugrenzen.

Der Name Assassinen geht angeblich auf den Gebrauch von Haschisch durch die Sekte zurück. Dass die Assassinen Haschisch konsumierten, lässt sich nicht nachweisen. Es ist möglich, dass er ein in der damaligen Zeit in Syrien gebräuchlicher herabwürdigender Begriff war oder als allgemeine Bezeichnung für „Entrückte“ stand. Ursprünglich wurden nur die in Syrien ansässigen Angehörigen der Sekte und erst später alle Angehörigen der Religionsgemeinschaft so genannt.

Marco Polo berichtet über Hasan-i Sabbah, dass er junge Männer mit Opium betäubte und dann in eine an die Burg Alamut angeschlossene Gartenanlage brachte. Dort, bei guter Bewirtung und Betreuung durch Frauen, ging es ihnen wie im vom Propheten Mohammed versprochenen Paradies. Schließlich wurden sie wiederum betäubt und zum Burgherrn Sabbah gebracht, der sie zu Fida’i ausbilden ließ. Nur durch ihren heldenhaften Tod, so die Erzählung, sollten sie zurück ins Paradies kommen.

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Hanfgeschichte

von Stefanie Goldscheider

Eine kulturschaffende Pflanze

Hanf (Cannabis sativa) hat wie kaum eine andere Pflanze Geschichte geschrieben, Kultur geschaffen und technischen Fortschritt eingeleitet. Hanf wird seit ungefähr 10 000 Jahren genutzt und seit mindestens 3000 Jahren in allen Teilen der Welt angebaut. In China wurden vor fast 5000 Jahren die ersten Textilien aus Hanffasern gewebt und vor über 2000 Jahrendas erste Papier auf

Segelschiffen wären ohne Hanf nicht möglich gewesen. Taue, Seile, Schnüre, Garne, Segeltuch und die erste Levi’s Blue-Jeans, alles was reißfest und geschmeidig zugleich sein sollte, konnte in dieser Qualität nur aus Hanffasern gefertigt werden.
Die Pflanze gedeiht in vielen Klimazonen der Erde und kommt ohne chemischen Pflanzenschutz aus. Sie ist höchst produktiv und liefert vielseitig genutzte Rohstoffe mit einer sehr guten Ökobilanz. Und dennoch konnte Hanf, der noch bis ins 20. Jahrhundert hinein unersetzlich schien, in der westlichen Welt verboten, verteufelt und nahezu vergessen werden. Warum erregte die Pflanze plötzlich soviel Gegenwehr?

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