Der Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) bewirkt eine Veränderung (meistens Hebung) der Gefühlslage, Intensivierung von optischer und akustischer Wahrnehmung, Austrocknung der Atemwege, starke Anregung des Kreislaufs bei gleichzeitiger leichter Muskelschwächung. Die Suchtgefährdung durch Cannabis ist bis jetzt umstritten.

Cannabis-Hauptwirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC)

  • Der Hauptwirkstoff von Cannabis-Produkten ist das Tetrahydrocannabinol (genauer: der THC-Abkömmling “Delta-Eins-Tetrahydrocannabinol”). Dieser Wirkstoff ist vor allem in den Blütenspitzen der weiblichen Hanfpflanzen enthalten; in den Blättern findet man nur wenig, in den Stengeln gar nichts. Die Substanz wirkt in erster Linie auf das Serotonin, einen im Gehirn erzeugten Wirkstoff aus der Gruppe der biogenen Amine.

Vier Wirkungsbereiche der Cannabis-Produkte

  • Die Wirkungen der Cannabis-Produkte beziehen sich auf vier Hauptbereiche:
  • 1.) Die Beeinflussung des Gehirns äußert sich vor allem in seelischen Veränderungen. Gleichzeitige Dämpfungen und Anregungen des Limbischen Systems bewirken Eindrücke der Zeitdehnung und Gefühlsintensivierung (Farben werden leuchtender, Töne klarer und schöner, selbst einfache Speisen schmecken köstlich, Gerüche können zu überwältigenden Erlebnissen werden).
  • 2.) Im Bereich des Halses führt die Hemmung der Speicheldrüsen zur Austrocknung. Die Bronchien werden erweitert. Der größere Teergehalt des Marihuana, das hierin selbst die stärksten Zigaretten übertrifft, vermehrt das Krebsrisiko.
  • 3.) Der Kreislauf wird durch Cannabis stark angeregt. Die Pulsfrequenz erhöht sich sofort um ein Drittel, weshalb Cannabis eine große Gefahr für Herzkranke darstellt.
  • 4.) Die Muskelkraft wird (kanadischen Experimenten zufolge) leicht herabgesetzt.

Gefährdung durch Cannabis-Mißbrauch

  • Bis jetzt ist ungeklärt, ob der Konsum von Cannabis-Produkten süchtig macht. Chronischer Mißbrauch kann allerdings zu Wesensveränderungen, wie Apathie, Lethargie, Rückzug auf sich selbst, Willensschwäche und drastisch verminderte Frustrationstoleranz führen.
  • Konsens herrscht bei den Cannabis-Forschern darüber, daß der Konsum von Cannabis-Produkten vor allem für junge, unerfahrene Menschen bedenklich ist. Diese stellen allerdings die Haupt-Konsumentengruppe dar.
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