Die in den Blüten enthaltenen ätherischen Öle, aber vor allem das Harz der Hanfpflanze weisen eine hohe Anzahl von verschiedenen chemischen Verbindungen auf. Dazu zählen unter anderem folgende Cannabinoide:


THC (Tetrahydrocannabinol) ist für die psychoaktive Wirkung verantwortlich: Die Sinne scheinen geschärft, die Fantasie angeregt, Heißhunger kann auftreten, Entspannung, aber auch Stimulation setzen ein. Der Wirkstoff kann auch die Libido anregen.

CBN (Cannabinol) entkrampft, senkt den Puls.

CBD (Cannabidiol) wirkt als Gegenspieler von THC und schwächt dessen Wirkung etwas ab. Löst Ängste und lindert Schmerz.

Das positive Rauschgefühl kann jedoch ins Gegenteil umschlagen, etwa wenn die Grundstimmung zu Beginn des Drogenkonsums schlecht war.

Mögliche Wirkung gegen Entzündung und Schmerzen

Die Verbindungen wirken direkt im Gehirn. Hier gibt es verschiedene Cannabisrezeptoren. Zwei davon hat man bereits identifiziert, Wissenschaftler vermuten noch weitere. Neben den Gehirnbotenstoffen Serotonin und Dopamin verfügt der Körper auch über eigene Cannabinoide. Docken von außen zugeführte Cannabinoide an den Rezeptoren an, löst das die Kaskade der Effekte aus.

Über die Wirkung der körpereigenen weiß man noch wenig. Die Neurologin Kirsten Müller-Vahl sagt: „Versuche mit Zellkulturen und Tieren liefern allerdings Hinweise darauf, dass sie u. a. Entzündungen entgegenwirken.“ Eine Studie der Universität Heidelberg zeigt, dass diese Verbindungen das Schmerzgefühl unterdrücken können. Genauso wirken Cannabinoide, die von außen in den Körper gelangen („Natur Neuroscience“, June 2007). Eine aktuelle Untersuchung am Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Rostock lässt sogar vermuten, dass Cannabinoide Krebszellen daran hindern, sich auszubreiten.

Alkohol macht aggressiv, Cannabis friedlich

Je nachdem, ob Cannabis inhaliert wird und damit über die Schleimhäute in den Körper gelangt, oder gegessen und so über den Verdauungstrakt aufgenommen wird, setzt die Wirkung rasch ein und ist kurz, oder langsam und anhaltend. Ähnlich wie nach Alkoholkonsum folgen auf eine Überdosierung Übelkeit und Erbrechen. Der Alkoholrausch ist jedoch nicht mit dem von Cannabis zu vergleichen, sagt Suchtexperte Raphael Gaßmann. Alkohol steigert Aggressionen, über 50 Prozent der schweren Straftaten, werden unter seinem Einfluss verübt. Haschisch dagegen macht eher friedlich und gleichgültig.

Quelle

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