Markdorf – Der Trend geht zum “Homegrowing”: Weil er in seiner Wohnung Cannabis angebaut hat, hat ein 42-Jähriger Ärger mit der Polizei bekommen. Der Mann aus dem westlichen Bodenseekreis hatte in seiner Wohnung eine “Indoor-Anlage” inklusive künstlicher Beleuchtung und Lüftungssystem installiert.

 

Beamte der Kriminalpolizei Friedrichshafen stellten bei einer Wohungsdurchsuchung acht Cannabispflanzen sicher, die bereits 1,70 Meter hoch waren. Der Durchsuchungsbefehl kam vom Konstanzer Amtsgericht. “Indoor-Anlagen” lägen “im Trend”, sagte Polizeisprecher Wolfgang Hoffmann auf Anfrage der SZ. Weil sie schwerer zu ermitteln sind als Freiluft-Anlagen, seien die “Indoor-Plantagen” in der Szene in letzter Zeit in Mode gekommen. Das hängt wohl vor allem mit Fahndungserfolgen in den vergangenen Jahren zusammen, bei denen die Polizei unter anderem in Maisfeldern in der Region Cannabis gefunden hat. So habe es dieses Jahr zwar etliche Hubschrauberrundflüge gegeben, mit denen die Polizei aus der Luft Ausschau nach Hanf-Plantagen hält, fündig geworden ist man dabei jedoch nicht. Vom Tisch ist das Thema deshalb aber noch lange nicht, es hat lediglich den Anschein, als seien die Cannabis-Anbauer vorsichtiger geworden. Hoffmann dazu: “Man hat den Eindruck, die Kriminellen haben dazugelernt.”

Zusätzlich zu den acht Pflanzen beschlagnahmten die Beamten bei dem Mann übrigens noch rund 240 Gramm Marihuana. Ermittlungen, ob der 42-Jährige Handel mit diesen Betäubungsmitteln getrieben hat, dauern derzeit noch an.

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