Die Mehrheit der Menschen denkt, wenn sie die Bezeichnung „Cannabis“ hört, wohl in erster Linie an das Rauchen von Joints, dessen berauschenden Effekt und das „stoned“ sein oder „high“ werden. Für diese für Cannabis typische Wirkung ist hauptsächlich das psychoaktive Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) verantwortlich.
Der Wirkstoff Cannabidiol hingegen, kurz CBD, ist es, der Marihuana zu einem durchaus beliebten und sehr wertvollen Heilmittel in der Medizin macht und dem stark berauschenden Mechanismus des THC gar entgegenwirkt.

CBD ist ein schwach psychoaktives Cannabinoid, welches in der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis sativa, Cannabis indica) zu finden ist.
Nun ist es aber leider so, dass der Anteil des medizinisch nutzbaren CBD naturgemäß in einem verhältnismäßig geringeren Ausmaß in der Cannabispflanze enthalten ist, als das berauschende THC. Die Konzentration von THC in Cannabis verhält sich zur Konzentration von CBD reziprok proportional, d. h. , ist der THC-Anteil einer Cannabis-Sorte hoch, so ist deren CBD-Anteil gering und umgekehrt.

Die meisten Sorten weisen einen Gehalt von etwa 0,6 % bis 1 % an CBD auf.  Bei 0,6 % zeigt sich eine wirklich nur recht schwache medizinische Wirkung. Wenn auch ein Anteil von 1 % eigentlich recht gering erscheint, so reicht dieser bereits aus, um einen durchaus sehr starken positiven, medizinischen Einfluss auf den menschlichen Organismus zu haben.

Durch gezielte Forschung und Züchtungen ist es bisher gelungen, spezielle, rein medizinische Sorten zu erhalten, deren CBD-Gehalt bis zu über 6 % liegt.

Medizinische Wirksamkeit von CBD

CBD wirkt sehr gut bei der Lösung von Ängsten und Krämpfen, es arbeitet immunsuppressiv, antioxidativ, hemmt erfolgreich Entzündungen und bekämpft zudem Übelkeit. Auch verändert CBD die menschliche Schmerzwahrnehmung dahin gehend, dass der Organismus vorhandene Schmerzen als weniger wichtig ansieht.

CBD wird beispielsweise als Muskelrelaxantium (Spasmolytikum) zur Krampflösung bei multipler Sklerose verwendet.
Als Immunsuppressivum könnte es möglicherweise auch zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen des Darmes infrage kommen.

Dem Potenzial von CBD für seine Einsetzbarkeit und Wirksamkeit bei der Behandlung von Affektstörungen (v. a. Depression, Manie und bipolare Störung) aber auch bei Psychosen wird in aktuellen Studien nachgegangen.

Weitere Forschungen untersuchen einen möglicherweise positiven Effekt von CBD als neuroprotektives Wirkmittel, um Nervenzellen und -fasern vor deren Absterben zu schützen. Erfolge auf diesem Gebiet könnten dazu führen, den Krankheitsverlauf bei Menschen mit degenerativen Erkrankungen des Nervensystems (z. B. : Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, …) zu verlangsamen.

Wer also Marihuana mit dem Augenmerk auf dessen medizinische Wirksamkeit konsumieren möchte, um gezielt psychische oder physische Beschwerden zu lindern, der sollte dabei unbedingt auf einen verhältnismäßig hohen CBD-Gehalt im Cannabis Samen achten!