Patente für gentechnisch modifiziertes Cannabis Saatgut sind bereits in der Entwicklung. Der US-Konzern spekuliert auf Milliardengewinne im Rahmen der weltweiten Legalisierung.

Der US–amerikaner George Sorros, Milliardär, weltweit bekannter Finanzinvestor und Anteilseigner erheblicher Anteile des Biotechnologie-Konzerns Monsanto, nutzt die derzeitige Legalisierungsbewegung und lässt den Konzern, der weltweit führend in der Produktion von gentechnisch verändertem Saatgut ist und regelmäßig in die Kritik wegen der brutalen Vermarktungspolitik desselben gerät, mit Hochdruck an der Entwicklung und Patentierung gentechnisch veränderten Cannabis Saatguts arbeiten.

Durch die Cannabis-Legalisierung in den zwei amerikanischen Bundesstaaten Washington und Colorado sind erstmals realistische Zahlen für diesen Markt vorhanden. Auf derzeit rund 1,4 Milliarden Dollar wird der US-Markt geschätzt, mit hohen Wachstumsraten. Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ schätzen, dass der Jahresumsatz in fünf Jahren bereits rund zehn Milliarden Dollar betragen werde. Selbst am Aktienmarkt ist eine Cannabis-Euphorie zu verspüren. Der Investor Alan Brochstein, der „Cannabis-Anleger“ berät meint, dass er einen solchen Kult noch nicht erlebt habe und er bedeutend größer sei, als der beispielsweise um Apple jemals war.

 

Neben den beiden amerikanischen Staaten bereiten sich mehrere weitere amerikanische Bundesstaaten auf eine Legalisierung oder zumindest Lockerung der Gesetze in Bezug auf Cannabis. In Kanada ist es Konzernen bereits möglich Lizenzen für den Großanbau von medizinischem Marihuana zu erwerben und in Uruguay ist Cannabis bereits re-legalisiert. Dort wird derzeit mit Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet, damit der Erwerb von staatlich angebautem und kontrolliertem Marihuana beginnen kann.

Um den großen Cannabis Bedarf zu decken benötigen die Cannabisproduzenten, egal ob nun staatlich oder privatwirtschaftlich, genügend Saatgut. Von Regierung Uruguays in Auftrag gegebene Studien haben berechnet, dass es im Land um die 150.000 Cannabis-Konsumenten gibt, was etwa fünf Prozent der dortigen Bevölkerung entspricht. Die gleiche Studie errechnet daraus, dass das benötigte Cannabis einen Marktwert von um die 75 Millionen Dollar aufweise. Drogentourismus, wie in den Niederlanden oder den beiden amerikanischen Bundesstaaten bereits zu beobachten, werde den Bedarf und Umsatz noch deutlich weiter in die Höhe schnellen lassen. Durch die Legalisierung wird also nicht nur rechtliches Neuland betreten, es öffnet globalen Konzernen wie Monsanto auch Tür und Tor in ganz neue Marktsegmente.

Mit diesem Wissen kann das Engagement von Investor Soros auch in einem anderen Licht gesehen werden. Soros ist in den USA Hauptanteilseigner von Monsanto. Seine 1993 gegründete Stiftung Open Society investierte rund 34 Millionen Dollar in Lateinamerika, 10% gingen davon in die Legalisierung von Marihuana. In Uruguay finanzierte Open Society über die Organisation Regulación responsable eine nationale TV-Kampagane für die Cannabis – Legalisierung. Auch in den USA unterstützt er die Legalisierungsbewegung, beispielsweise spendete er im Oktober 2010 1 Million Dollar für eine Marihuana – Legalisierungskampagne.

 

 

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