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Hier erfahrt ihr alles rund um das Thema Hanf

Inhaltsstoffe von Medizinischen Hanf-

Die wohl wichtigsten medizinischen Inhaltsstoffe des Hanfs sind die Cannabinoide. Davon sind heute mehr als 60 bekannt.
Weitere Bestandteile sind: Alkaloide, Eiweiße, Zucker, Fettsäuren, ätherische Öle, Pigmente usw..
Das wichtigste Cannabinoid ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinol. Es ist ein Halluzinogen und der bedeutendste medizinische Inhaltsstoff. Ihm werden die muskelentspannenden, appetitmachenden, brechreizunterbindenden, augeninnendrucksenkenden, schmerzhemmenden und beruhigenden Eigenschaften zugeschrieben.

Weitere nichtpsychoaktive Cannabinoide und ihre Wirkungen:

Cannabidiol
Schmerzhemmend, muskelentspannend und antiepileptisch

Cannabinol
antiepileptisch, augeninnendrucksenkend

Cannabigerol
beruhigend, augeninnendrucksenkend

Cannabichromen
schmerzhemend und beruhigend

Richtig gelagert, behält Hanf oder sein Derivat Haschisch jahrelang seine Wirkung. Die Cannabinoide sind licht- und themperaturempfindlich und sollten daher dunkel und kühl aufbewahrt werden. Luftdichte Verpackungen hemmen den Zerfallsprozeß. Zubereitungen unter großer Hitzezufuhr und eine lange Lagerung in Kunststoffgefäßen sollte vermieden werden. Die Cannabinoide neigen dazu, mit Plastik oder Gummi eine Verbindung einzugehen.

Das Dorf Hanffabrik in Brandenburg

Bergerdamm Stadt Nauen

Bergerdamm
Stadt Nauen

Hanffabrik ist heute nur noch ein Ortsteil von Bergerdamm-Lager, ein Dorf, das wiederum der Kreistadt Nauen im schönen Havelland in Brandenburg eingemeindet ist. Mit Hanf hat man dort heute nichts mehr am Hut, früher jedoch wurde an die Hanffabrik ein Großteil der Ernte der umliegenden Bauernhöfe verkauft und dort verarbeitet. Der Hanfanbau hatte in dieser Gegend eine lange Tradition, die Samen wurden hauptsächlich zur Ölgewinnung verwendet, das Stroh zu derben Stoffen, Seilerwaren, Segeltüchern und Zelten verarbeitet. Die eine oder andere Blüte ist natürlich auch in Vaters Pfeifchen gelandet. Tabak war für die Bauern zu teuer, der billige „Knaster“ wuchs schließlich direkt vor der Tür. Kastratenhanf gab es damals Gott sei Dank noch nicht, weshalb der leichte Rausch, der sich nach dem Genuss einstellte, für unsere Vorfahren ganz normal war und nach der schweren Arbeit für die nötige Entspannung sorgte. Während der Arbeitsaufwand in der Wachstumsphase des Hanfs dem des Getreides glich, war die Ernte ein schweres Stück Arbeit, der Hanf war sehr schwer und groß und oft waren die Stängel mit Disteln durchsetzt.

Heute gleicht die Gegend um Nauen jedem anderen dörflichen Landschaftsbild, Hanffelder findet man keine mehr. Seit 1968 wird dort kein Hanf mehr angebaut. Nur der alte Name erinnert noch an diese Tradition. Und die alten Leute können noch von der Arbeit “im Hanf“ erzählen.

Auch in Bayern wurde lange Zeit Hanf an­gebaut. Der Ort Henfenfeld beispielsweise in der Nähe von Erlangen wurde vor über 900 Jahren das erste mal urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes ist sprachlich als “Feld, wo Hanf angebaut wird“ zu deuten, ähnlich beispielsweise dem Dorfnamen Flachslanden. Noch im 16. Jahrhundert mussten einige Anwesen den Herren von Burg Henfenfeld, den Pfinzings, Hanf abliefern, ein im ganzen Umland einzigartiger Fall. Leider wurde der Hanfanbau im Mittelalter nach und nach vom Hopfen verdrängt. Geblieben ist lediglich der Name des Ortes und die nach dem Hanf benannte Burg. Auch Henfenfeld ist heute ein ganz normales Örtchen in Franken.

Der bei der heutigen Hanfgemeinde – durch die 1998 dort stattfindende CannaBusiness – wohl bekannteste Ort ist das Städtchen Hennef an der Sieg. Mit seinen Ortsteilen Hanf, Halmshanf und Meisenhanf und dem durchfließenden Hanfbach genau der richtige Ort für eine solche Veranstaltung. Im Ortsteil Hanf gibt es außerdem eine sehr nette Kneipe, die in einer Mühle unterbracht ist die passenderweise Hanfmühle heißt. Was stutzig macht, ist allerdings die geographische Lage des Städtchens, in der Gegend war traditioneller Hanfanbau wohl wegen ungünstiger klimatischer und geologische Bedingungen weitgehend unbekannt. In der Orts-Chronik des Städtchens werden darum auch von Forschern verschiedene Deutungen des Ortsnamens diskutiert. Die Verbindung zur Hanfpflanze wird als eher unwahrscheinlich angesehen, da die Pflanze in der Gegend keinerlei Bedeutung hatte, wahrscheinlicher erscheint den Forschern, da sich der ursprüngliche Name der Siedlung nach dem durchfließenden Bach hanapha genannt, vom germanischen hanan (singen tönen) herleitet, in einer seltenen Verbindung mit apa (Fluss, Wasser). Der Gewässername Hanapha könnte dann etwa “tönendes Wasser“ bedeuten. Der Ort Hennef hätte demnach überhaupt nichts mit dem Hanfanbau zu tun. Hennef wäre damit wohl ein Beispiel dafür, dass nicht alles was Hanf (oder ähnlich) heißt, etwas mit der Pflanze zu tun haben muss. Allerdings ist ein Ort mit soviel Hanf ein echtes Kuriosum und mit oder ohne Hanftradition ein würdiger Ort für die 1998 weltgrößte Cannabismesse. Für hanfbegeisterte Hobbyforscher ist die Suche nach “Hanfdörfern“ und das Stöbern in den alten Archiven eine durchaus lohnend Sache. Da gibt es noch jede Menge zu entdecken und mit einer kleinen Tüte in der Hand macht es gleich noch mal so viel Spass zu erfahren, wie normal der Hanf und das Pfeifchen Knaster nach getaner Arbeit für unsere Vorfahren war.

Italiens Hanfproduktion und Cannabis-Kunst der vergangenen Jahrhunderte

Die hier abgebildeten Fresken sind im Palazzo Stagni – Via Independanza 1 – in Bologna zu bewundern. Der Künstler dieses um die Jahrhundertwende geschaffenen Deckengemäldes ist Augusto Sezanne. Historische Quellen berichten erstmals im 15. Jahrhundert von einer großen Hanfproduktion in Italien. Es ist überliefert, das die Gemeinde Bologna es verbietet, die Methoden des Anbaus und der Verarbeitung  des Hanfes an andere Staaten weiterzugeben. Fast ein Drittel der Bevölkerung beschäftigte und ernährte sich mit und vom Hanf. Oftmals bekamen die Bauern für die harte Arbeit im Hanf als Entlöhnung Produktionsabfälle der Ernte, die dann zu Nahrung und Bekleidung weiterverarbeitet wurden. Der Nährwert von Hanfsamenresten  aus der Ölgewinnung (Hanfkuchen) ist auch heute noch bekannt.

Auch eine Buchdruckindustrie entwickelte sich ab dem 15. Jahrhundert und Reste der ersten Druckereien können auf der Insel des heiligen Lazarus besichtigt werden. Klar, das ein Großteil der ausgestellten alten Bücher aus Hanfpapier hergestellt wurden. Bis in die 40er Jahre  des 19. Jahrhunderts war die Hanfproduktion in Italien enorm. Auf dem Altar der  Industrialisierung wurden schon die ersten Arbeitsplätze geopfert, als der Anschluss an die EWG – und das damit verbundene Verbot des “ Indischen Hanf „- dafür sorgte, das die Hanfproduktion bis zur Mitte der 70er Jahre völlig zum Erliegen kam.

Deckengemälde

„lo ruoto e tu sospiri“ ( ich drehe mich, Du stöhnst)

Der Sinnspruch zu diesem Deckenbild kann zweideutig ausgelegt werden, da die Spinnerinnen in den Wintermonaten in ihren Spinnstuben auch Besuch von durchgefrorenen Knechten hatten.

Denke aber, das die Arbeit am Spinnrad nicht grad‘ als „Zuckerschlecken“ bezeichnet werden kann. Der Sinn des Spruches wird wohl eher auf die Mühsal  bezogen sein.

Neben Hanfornamenten tauchen hier links oben auch Getreideähren auf, Getreide scheint ebenfalls eine tragende Bedeutung bei der Versorgung der Bevölkerung gespielt zu haben. Man kann annehmen, das auch davon so viel produziert wurde, um Handel treiben zu können.

 

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„Mi muove el pie gentil“

Es bewegt mir den frommen ( fleissigen ) Fuss.

Da hier neben Hanf- auch Weinranken abgebildet sind gibt es wohl mindestens zwei Interpretationsmöglichkeiten. Entweder war der Wein – Schwipps hilfreich bei der Verarbeitung des Hanfes oder der Genuss von Cannabis vor dem Weinrebenstampfen sorgte für Erheiterung beim arbeiten.

 

Frau am Webrahmen

Frau am Webrahmen

Deckenbild ohne bezugnehmenden Schriftzug aber mit Aussage, wie ich finde. Die Frau verarbeitet Hanffaser und im Hintergrund wachsen schon die neuen Pflanzen. An Arbeit hat es offensichtlich nicht gemangelt. Schöne Sache, das mit den nachwachsenden Rohstoffen, gelle?

 

Nove a te, Veccio a me

„Nove a te, Veccio a me“

Neu für Dich, alt für mich

Zwischen Wandgemälden mit  Hanf,- Wein,- und Weizenmotiven ist ein Priester (Papst?) auf einem Weinfass – umrahmt von Hanf und Weinlaub – abgebildet.

Diese Weisheit ist bezeichnend für das Wirken der Kirche beim Hanfanbau in Bologna und den umliegenden Gegenden. Die Stadt stand lange Zeit unter dem direkten Einfluss des Vatikans und die Bauern lieferten für die Segel- und Taue der venezianischen und englischen Flotten das Rohmaterial. Wen wundert’s das auf dem Land auch eine Hanf-Madonna verehrt wird.

 

CANABIS PROTECTIO - Hanf ist Schutz

CANABIS PROTECTIO – Hanf ist Schutz

Schöner Ausschnitt und bezeichnender Schriftzug in dem Ornament. Schutz, da eine Gegend in der eine so vielseitig zu nutzende Pflanze  Arbeitskräfte schafft und mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit kein Elend in Form von Hungersnöten auftreten lässt.

 

 

Dronabinol

 

Seit dem 1. Februar 1998 ist Dronabinol, der psychotrope Hauptwirkstoff der Cannabispflanze (auch bekannt als THC oder Tetrahydrocannabinol), in Deutschland als Betäubungsmittel verschreibungsfähig. Patienten, die bisher wegen ihres Gebrauchs von Cannabispräparationen (Marihuana und Haschisch) zu medizinischen Zwecken Probleme mit dem Strafrecht hatten, können nun mit dem Wirkstoff versorgt werden. Damit wurde ein medizinisch akzeptabler Handlungsrahmen für den Umgang mit den betroffenen Patienten geschaffen.
Für die Verwendung von Dronabinol als Arzneimittel sprechen die inzwischen zahlreichen Veröffentlichungen in der Fachliteratur. Diese weisen seine positive Wirkung bei verschiedenen Krankheitsbildern und seine niedrige Toxizität nach. Cannabis ist ein traditionelles Heilmittel. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde Cannabis bei den verschiedensten Beschwerden vom Asthma bis zur Migräne eingesetzt. Seine Zuverlässigkeit war jedoch aufgrund der unklaren Wirkkomponenten und ihrer stark schwankenden Konzentration und Bioverfügbarkeit nicht sehr groß. Die aufstrebende pharmazeutische Industrie mit einheitlichen, chemisch definierten Präparaten, sowie die massive Gesetzgebung gegen Cannabis seitens der USA, führten schließlich zu einem völligen Verschwinden aus den Arzneibüchern und aus dem Behandlungsrepertoir der Ärzte.
Auf wissenschaftlicher Seite gelang in den 60er Jahren die erfolgreiche Strukturaufklärung, Isolierung und Synthese der Hauptinhaltsstoffe von Cannabis (Δ9 -Tetrahydrocannabinol, Cannabidiol u. a.). In den 90er Jahren wurden zwei unterschiedliche Cannabinoidrezeptoren gefunden, kloniert und im Gehirn sowie im Immunsystem nachgewiesen. Endlich wurden endogene Liganden für diese Rezeptoren, die Anandamide entdeckt. Potente Agonisten wurden synthetisiert und der erste Antagonist beschrieben. All das trug zu seiner inzwischen weit klareren Pharmakologie bei. Die Beobachtung eines Marihuana rauchenden Krebspatienten, daß das zytostatikainduzierte Erbrechen durch den Genuß von ein paar „Joints“ stark vermindert wurde, führte, zusammen mit dem Engagement seines behandelnden Arztes, zur Wiederaufnahme medizinischer Cannabisforschung. In der klinischen Forschung fanden viele der überlieferten, therapeutischen Effekte Bestätigung.
Von Bedeutung sind heute vor allem:

die Anregung des Appetits u. a. bei AIDS-Erkrankungen (Kachexie, Wasting-Syndrom)
die Hemmung von Übelkeit und Erbrechen, vor allem im Zusammenhang mit Chemotherapie
die Reduzierung muskulärer Krämpfe und Spastiken bei Multipler Sklerose (MS) und Querschnittlähmungen
die Schmerz- und Migränebehandlung, bei chronischer Schmerztherapie auch ergänzend zur Opioidbehandlung
die Senkung des Augeninnendrucks (Glaukom)
und die Stimmungsaufhellung

Dronabinol hat, genauso wie Cannabis, ein definiertes Suchtpotential, doch scheint dieses in therapeutischen Dosierungen relativ unproblematisch zu sein. Nach zwölfmonatiger Verabreichung wurden keine Hinweise für Mißbrauch oder Persönlichkeitsveränderungen gefunden. Das angeblich durch chronischen Cannabisgenuß hervorgerufene Amotivationssyndrom wird durch Daten nicht belegt. 1985 haben die USA die Vorreiterrolle übernommen und Dronabinol unter dem Handelsnamen Marinol TM als Fertigarzneimittel für die Behandlung chemotherapiebedingter Übelkeit und 1992 zur Therapie der Kachexie und Appetitstimulation von AIDS-Patienten zugelassen. Die Einstufung in Schedule II soll sich zwar ändern, macht aber die Verschreibung auch dort noch recht problematisch.
Durch die Umstufung von Dronabinol in Anlage III des Betäubungsmittel Gesetzes (BtMG) wurde es jetzt auch in Deutschland verschreibungs- und verkehrsfähig, d. h. es kann genau wie z.B. Morphin als Betäubungsmittel verschrieben werden. Allerdings gibt es hier kein zugelassenes Arzneimittel mit diesem Wirkstoff, so daß derzeit nur zwei Möglichkeiten der Verschreibung bestehen:

1. Die ausnahmsweise Verschreibung von Dronabinol in Form von Elevat oder Marinol TM und der Import aus dem Ausland. Dabei kann sich, durch den vom BtMG vorgegebenen, hohen Verwaltungsaufwand, ein Zeitproblem für die Importerlaubnis des ausländischen Arzneimittels ergeben und es stellt sich das rechtliche Problem des generellen Exportverbots für in Schedule II eingestufte Präparate der USA.

2. Die Verschreibung von Dronabinol als Rezeptur, z. B. als alkoholische Lösung, gelöst in Sesamöl oder Hartfett und abgepackt in Hartgelatinekapseln oder als Suppositorien. Eine flexible Alternative, die behördliche Genehmigungserfordernisse vermeiden hilft. Wechselwirkungen können mit Amphetaminen, Antihistaminika, trizyklischen Antidepressiva, Barbituraten, Benzodiazepinen, Ethanol, Opiaten oder Muskelrelaxantien auftreten. Psychopharmaka und Dronabinol sollten gleichzeitig nur bei strenger Indikation eingesetzt werden. Die Lagerung von Dronabinol erfolgt am besten luftdicht und lichtgeschützt bei + 2 °C bis + 6 °C.

Elimination
Dronabinol und seine Metaboliten werden über Fäces und Urin ausgeschieden. Die biliäre Exkretion ist der Hauptausscheidungsweg und ca. 50 % von radioaktiv markiertem, oral verabreichten Dronabinol werden innerhalb von 72 Stunden im Fäces wiedergefunden, 10 bis 15 % sind im Urin, davon weniger als 5 % unverändert. Nach einer einzigen oralen Dosis von Dronabinol können seine Metaboliten über 5 Wochen in Urin und Fäces nachgewiesen werden.

Schwangerschaft/Geriatrie/Pädiatrie

Dronabinol ist plazentagängig, aufgrund seiner langjährig schwierigen Verfügbarkeit liegen keine epidemiologischen Untersuchungen über Fruchtschädigungen bei Schwangeren und Nebeneffekte bei geriatrischen Patienten vor; bei Kindern sind nur wenige Daten verfügbar. Dronabinol wird in der Muttermilch konzentriert und sollte daher auch in der Stillperiode nicht eingesetzt werden.

Anwendung und Dosierung

In Studien führte die täglich zweimalige Gabe von 2,5 mg Dronabinol zur Appetitstimulation und Dosen von 5-20 mg linderten spastische Symptome bei MS-Patienten und Rückenmarksverletzten. Ein- bis drei Stunden vor Beginn der Chemotherapie wurden Dosen von 5-15 mg Dronabinol zur Bekämpfung chemotherapiebedingter Übelkeit eingesetzt. Die Behandlung wurde alle zwei bis vier Stunden mit bis zu sechs Gaben pro Tag bis zu 24 Stunden nach Ende der Chemotherapie fortgesetzt. Um Panikreaktionen zu vermeiden, sollten Patienten auf die Möglichkeit von Stimmungsschwankungen, -verstärkungen oder Verhaltensänderungen hingewiesen werden. Patienten die Depressionen, halluzinatorische oder psychotische Reaktionen erleben, sollten an einem ruhigen Platz betreut werden. Zur Behandlung starker Erregungszustände können Benzodiazepine eingesetzt werden.


Folgende Rezepturen von Dronabinol sind üblich:

– Orale einnahme:

– Dronabinol 1%-5% gelöst in Sesamöl, abgefüllt in Pipettenflaschen (1 Tropfen einer 3 %igen Lösung entspricht 1 mg Dronabinol).

– Dronabinol Kapseln zu 2,5, 5 u. 10 mg. Es sind auch höhere Dosierungen möglich.

– Zur Inhalation:
Dronabinol 5 % gelöst in Ethanol 97 %, abgefüllt in Pipettenflaschen (es sind auch niedriger dosierte Lösungen möglich).

– Das Betäubungsmittelrezept kann folgendermaßen ausgestellt werden (Beispiele):

a) Rezeptur für Dronabinoltropfen in Sesamöl:
Beispiel: Dronabinoltropfen in Sesamöl 1 %, 10 ml
(entsprechend 100 mg Dronabinol)
Dosierung gemäß schriftlicher Gebrauchsanweisung

b) Rezeptur für Dronabinolkapseln:
Beispiel: 100 Kapseln à 2,5 mg Dronabinol
(entsprechend 250 mg Dronabinol)
Dosierung gemäß schriftlicher Gebrauchsanweisung

c) Rezeptur für Dronabinoltropfen in alkoholischer Lösung:
Beispiel: 10 ml Dronabinol 2% in ethanolischer Lösung
(entsprechend 200 mg Dronabinol)
Dosierung gemäß schriftlicher Gebrauchsanweisung
Die momentan höchstmögliche Verschreibungsmenge pro Rezept beträgt 500 mg Dronabinol pro Monat.
Bei der Verschreibung größerer Mengen muß dies auf dem Rezept durch ein, in einem Kreis geschriebenes „A“ gekennzeichnet
werden.


Einnahmeempfehlungen für Dronabinol

Orale Applikation:

Für die orale Einnahme von Dronabinol gibt es Kapseln und Tropfen
Tropfen ermöglichen eine feinere Dosierung als Kapseln und können auch bei Schluckbeschwerden, bzw. Sondenernährung gegeben werden
Kapseln sind von der Einnahme her einfacher und können auch von Patienten mit motorischen Störungen (Tremor, Ataxie) selbstständig eingenommen werden
Die stärkste Wirkung (höchste Plasmaspiegel) erreicht man, wenn man das Dronabinol auf nüchternen Magen einnimmt und anschleßend eine Mahlzeit einnimmt
Bei der Einnahme nach dem Essen kann es zu einem stark verzögertem Wirkungseintritt und einer abgeschwächten Wirkung kommen
Die Durchschnittsdosierung liegt bei 3 mal 5 mg pro Tag
Die Anfangsdosis ist 2-3 mal 2,5 mg pro Tag
Es empfiehlt sich, die Dosis zum einen an das Beschwerdebild anzupassen, d. h. bei Beschwerden am Tag empfiehlt sich die Einnahme verteilt über den Tag, bei Beschwerden v. a. in der Nacht empfiehlt sich die abendliche Einnahme
Zum anderen sollte sich die Dosis an den Nebenwirkungen orientieren, so daß die Dosis bei fehlenden Nebenwirkungen bis zum erwünschten Effekt gesteigert werden kann, bzw. bei stärkeren Nebenwirkungen sollte die Dosis reduziert werden
Um Nebenwirkungen zu minimieren sollte einschleichend dosiert werden

 

 

 

Kiffer sind faul und träge…

Kiffer Rastafari
„Kiffer sind faul und träge“, dieses weitverbreitete Vorurteil gilt mittlerweile als widerlegt. Man vermutet (es gibt bisher nicht sehr viele Studien zu diesem Thema), dass circa drei bis sechs Prozent der chronischen Konsumenten nach eigenen Angaben zeitweise an diesem Syndrom gelitten haben.

Da die chronischen Konsumenten nur eine Minderheit der Konsumenten insgesamt ausmacht, hat man sich mittlerweile aufgrund der verschwindend geringen Anzahl tatsächlicher Fälle darauf geeinigt, das amotivationale Syndrom als „Mythos“ zu bezeichnen.

Die „amotivationale Wirkung“ von Hanf scheint auch durchaus kulturell bedingt zu sein, in einigen traditionellen Hanfkonsumgebieten wie Jamaica wird „Ganja“ zum Teil sogar als Motivationsdroge gebraucht.

Einige Psychologen gehen davon aus, dass das amotivationale Syndrom eher eine pubertätsbedingte Erscheinung ist und der Hanfkonsum weniger Auslöser als vielmehr Symptom ist.

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